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Pläne für attraktivere Dorf-Mitte

Ab durch die Mitte: Konzept-Ideen für Alverskirchen vorgestellt

Alverskirchen

Der Wunsch nach einer attraktiveren Dorf-Mitte ist in der Bürgerschaft Alverskirchens da. Bislang lädt wenig zum Verweilen in dem Bereich ein, grauer Asphalt und Beton bestimmen das Bild. Das könnte sich ändern. Bernd Schumacher und Philipp Elsbernd vom Bauamt der Gemeinde haben sich mit einer Verbesserung der Situation beschäftigt, Ideen-Skizzen angefertigt und dabei nebenbei noch an einem städtebaulichen Wettbewerb des Landes NRW teilgenommen.

Von Klaus Meyer

Ob es grünes Licht für die vorgestellten oder ähnliche Gestaltungsideen geben wird, werden die nächsten Monate zeigen. Foto: Klaus Meyer

Dass sie mit ihren technisch recht einfach gehaltenen Freihand-Malereien nicht unter den Preisträgern des Ideen-Wettbewerbs „Zukunft Stadtraum“ vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung gelandet sind, nicht über „Los“ gehen konnten und sich nicht einen Anteil von den 275.000 Euro Preisgeld sichern konnten, hat sie letzten Endes nicht überrascht. Zu eng war das Zeitfenster für Bernd Schumacher und Philipp Elsbernd vom Bauamt der Gemeinde, um „nebenbei“ einen ausgefeilten Entwurf vorlegen und mit anderen Kommunen konkurrieren zu können. Ein Kampf „David gegen Goliath“ gegenüber größeren Städten, die professionelle Planungsbüros beauftragt hatten. Dennoch: Für Alverskirchen könnte es ein beachtlicher Gewinn werden.

Blick in die Hauptstraße mit den möglichen Umgestaltungen, die vor allem durch eine Schaffung von Bus-Kaps geprägt würden. Foto: Gemeinde Everswinkel

„Es war eine recht kurzfristige Veranstaltung“, leitete Schumacher in der Bezirksausschusssitzung am Dienstagabend den Bericht ein. Bei Ortsbegehungen an durchschnittlichen Tagen haben die beiden Bauamts-Mitarbeiter die Situation in Alverskirchens Mitte „auf uns wirken lassen“. Das Empfinden vieler Bürger gegenüber diesem Bereich: zu grau, zu laut, kein Treffpunkt, kaum Aufenthaltsqualität. „Wir haben uns überlegt, was können wir denn machen.“ Für den Wettbewerb des NRW Bau- und Heimatministeriums wurden die Ideen zeichnerisch in Fotos eingearbeitet.

Die Details stellte Elsbernd vor. So könnte man an der Hauptstraße aus den Bus-Buchten Bus-Kaps machen. Autos müssten hinter den Bussen warten, was auch zu einer Verkehrsberuhigung führe. „Und wir haben Platz gewonnen.“ Zudem könnte man den Kirchplatz öffnen durch eine breite Treppenanlage, auf die man sich im Sommer auch mal setzen könne. Dazu weitere Bäume, Sitzgelegenheiten, vor der Bäckerei um den Baum eine Sitzgruppe und hinter der Kirche einen Aufenthaltsbereich für alle Altersgruppen. Elsbernd sprach dort von einer Boule-Bahn, Bänken und einem Wasserspiel, wobei es gelte, das Ehrenmal „würdevoll einzugliedern“. Von der Kirchengemeinde habe es durchaus schon positive Signale gegeben wie zuvor schon in Everswinkel und den dortigen Planungsüberlegungen seitens der Dortmunder TU-Masterstudenten.

Die Öffnung des Kirchplatzes mit einer breiten Treppenanlage, zusätzliche Begrünung und eine neue Bushaltestellen-Situation könnten für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Foto: Gemeinde Everswinkel

„Es ist ein erstes Brainstorming, eine Diskussionsbasis. Es ist noch nichts in Stein gemeißelt“, betonte Elsbernd, der von einer verbesserten Atmosphäre und „weniger Grau, mehr Grün“ sprach. Es gelte nun zu überlegen, was man mit den Ideen mache, wen man in nächste Schritte einbinde. Erste Ansprechpartner wären sicher die Kirchengemeinde und der Kreis. Dann gelte es nach möglichen Förderprogrammen zu schauen, um schließlich eine Ingenieursplanung zu starten. Die Bushaltestellen müssten ohnehin angefasst werden, da sie noch nicht gemäß gültigen Vorgaben gänzlich barrierefrei seien.

Aus der Politik gab‘s positive Resonanz. „Es war spannend, mal wieder Veränderungen für Alverskirchen zu sehen“, bilanzierte Ausschussvorsitzender Andre Gerbermann (CDU). Begeistert zeigte sich auch CDU-Ortschef Werner Lemberg. „Sie haben mit überschaubaren Mitteln wirklich tolle Sachen entwickelt. Ich glaube, dass da in den nächsten Monaten etwas Tolles entstehen kann.“ David Peikert (FDP) gefielen die Ideen sehr gut. Die „Tristheit“ der jetzigen Situation sei mit den Fotos richtig bewusst geworden. Uwe Wolf (SPD) fühlte sich „sofort inspiriert, da mitzugestalten“. Auch BTA-Sprecher Peter Kretschmer begrüßte die Ideen sehr. „Ich finde da vieles wieder, was wir schon angedacht haben.“

Mit einfachen Mitteln haben Bernd Schumacher und Philipp Elsbernd auch eine Umgestaltung des hinteren Kirchplatzes mit Spielgelegenheiten und Bänken skizziert. Foto: Gemeinde Everswinkel

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