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Allgäu-Woche der Gruppe „Fit ab 50“

Alpine Erlebniswelt erwandert

Everswinkel

Lange Zeit sah es nicht so aus, dass die geplante 9. „Fit ab 50“-Wanderwoche nach Fischen im Allgäu stattfinden könnte. Doch sinkende Corona-Inzidenzen und veränderte Corona-Schutzverordnungen machten die Tour dann doch für die 21 Teilnehmer möglich. Die Reise erfolgte mit mehreren Bullis, so dass man auch vor Ort flexibel war.

Eine großartige Bergwelt bei bestem Sommerwetter genossen die Teilnehmer der „Fit ab 50“-Wanderwoche im Allgäu. Foto: Fit ab 50

Lange Zeit sah es nicht so aus, dass die geplante 9. „Fit ab 50“-Wanderwoche nach Fischen im Allgäu stattfinden könnte. Doch sinkende Corona-Inzidenzen und veränderte Corona-Schutzverordnungen machten die Tour dann doch für die 21 Teilnehmer möglich. Die Reise erfolgte mit mehreren Bullis, so dass man auch vor Ort flexibel war.

Nach einer ersten Eingewöhnungs-Wanderung über zehn Kilometer zum „Golf Resort Sonnenalp“ war schon der zweite Wandertag ein Höhepunkt. Mit der neuen Nebelhornbahn ging‘s von Oberstdorf bis zur Bergstation Höfatsblick auf 1932 Meter Meereshöhe. Ein Teil der Gruppe wanderte bis zum Gipfel des Nebelhorns auf 2224 Metern Höhe, der andere nutzte die Gipfelbahn, um den fantastischen Blick in die Allgäuer Alpen bis zur Zugspitze zu genießen. Zurück ging es wieder mit der Gipfelbahn. Über den Höfatsweg wanderte die Gruppe dann zum Zeigersattel, um von dort einen Blick auf den Seealpsee zu werfen bevor der Rückweg über einige Schneepassagen, die „Vorderen Seealpe“ und den Faltenbachtobel, einem der schönsten Tobelwege im gesamten Allgäu, erfolgte.

Freibergsee und Skiflugschanze waren am Folgetag die Ziele. Die Wanderer stiegen zum Freibergsee auf 930 Meter Höhe auf und steuerten die Heini-Klopfer-Skiflugschanze an, größte Schanze in Deutschland und eine der größten Anlagen der Welt. Die Ausflügler genossen vom „schiefen Turm von Oberstdorf“ den grandiosen Ausblick ins Stillachtal, auf den Freibergsee und die Oberstdorfer Bergwelt, und ein Teil wanderte noch weiter zur Hochleite.

Ein besonderes Erlebnis: Die Gratwanderung auf dem Fellhorn-Gipfel mit Schneefeldern und beeindruckender Botanik. Foto: Fit ab 50

Der vierte Tag führte den größeren Teil der Wandergruppe nach Einödsbach am Ende des Stillachtals, der aus drei Häusern und einer Kapelle bestehende südlichste ständig bewohnte Ort Deutschlands. Der andere Gruppenteil fuhr mit der Fellhornbahn zur Gipfelstation, um weiter zum Fellhorngipfel auf 2035 Meter Höhe zu wandern. Die beeindruckende Tour führte über den Grat – ein botanisches Juwel mit Enzian, Berg-Anemonen, Bergrosen, Mondrauten, Bergflockenblumen und mehr – immer auf der deutsch-österreichischen Grenze, zum Söllereck. Nach anstrengendem Abstieg zur Sölleralpe ging‘s über die Bergstation der Söllereckbahn zurück ins Tal.

Zur Herausforderung wurde der Eybachtobel am fünften Tag. Am Einstieg wartete der als „urwüchsig“ beschriebene, enge und steile Taleinschnitt, der durch seine Verbauungen mehr wie ein wildromantischer Parkbach wirkt. Der Weg führt teilweise an von Menschenhand geschaffenen Kaskaden vorbei und windet sich über 14 Kilometer 750 Meter in die Höhe. Ruhiger ließen es die Everswinkeler am nächsten Tag angehen. Der größere Teil wanderte von der Zwingbrücke an der Trettach zurück nach Oberstdorf, der kleinere wagte den Aufstieg durch den Hölltobel zum historischen Bergbauerndorf Gerstruben.

Wanderwoche-Organisator Günter Hein hatte es wieder verstanden, für alle ein ausgewogenes, altersgerechtes Programm aufzustellen. Das tolle Sommerwetter und die gastfreundliche Pension Bergheimat trugen ebenso zum Gelingen dieser Wanderwoche bei. 2022 geht es vom 12. bis 19. Juni wieder ins Allgäu. Anmeldungen sind vermutlich ab Mitte Dezember möglich.

Der fünfte Tag war für alle eine echte Herausforderung. Der Eybachtobel stand auf dem Wanderprogramm - 14 Kilometer Strecke und 750 Höhenmeter. Foto: Fit ab 50
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