Straßen- und Wegesanierungen

„Wir müssten eigentlich viel, viel mehr machen“

Everswinkel

Es ist nur die kleine Spardose, die für die Instandsetzung von gemeindlichen Straßen und Wirtschaftswegen geknackt werden kann. Turnusgemäß. „Dieses Jahr haben wir nur den kleinen Topf. Wir müssten eigentlich viel, viel mehr machen“, räumte Stefan Grube vom Bauamt jüngst im Bauausschuss ein.

Klaus Meyer 

An der Worthstraße sollen Senkungen im Betonsteinpflaster beseitigt werden, um größere Schäden zu verhindern. Foto: Klaus Meyer

Es ist nur die kleine Spardose, die für die Instandsetzung von gemeindlichen Straßen und Wirtschaftswegen geknackt werden kann. Turnusgemäß. „Dieses Jahr haben wir nur den kleinen Topf. Wir müssten eigentlich viel, viel mehr machen“, räumte Stefan Grube vom Bauamt jüngst im Bauausschuss ein. Mit einem Budget von 50 000 Euro für die Gemeindestraßen und 25 000 Euro für die Wirtschaftswege im Außenbereich kommt man natürlich nicht weit.

Die sonst alljährlich im Frühjahr auf dem Fahrplan stehende Besichtigungstour zu maroden Streckenabschnitten fällt diesmal aus. Corona lässt auch keine politischen Gruppenreisen zu. Insofern blieb den Kommunalpolitikern nur der virtuelle Ausflug via Beamer. Die erste Station war Alverskirchen. Die Zuwegung zur dortigen Grundschule muss aufgrund von starken Absackungen und Rinnenbildung von der Hauptstraße aus saniert werden. „Wir wollen komplett neu pflastern, um die Wasserführung zu verbessern und die Ansicht zu verschönern“, so Grube. Rund 12 000 Euro sind dafür kalkuliert.

Stefan Grube

Mit deutlichen Absackungen hat man es auch an der durchgängig gepflasterten Worthstraße zu tun. „Das Pflaster geht auseinander, wir haben eine Spurrillenbildung“, so Grube, der zudem darauf verwies, dass der Unterbau der Straße gar nicht für die realen Belastungen – etwa durch den Schulbusverkehr – ausgelegt sei. „Wenn man dieses Jahr nichts macht, sind größere Schäden zu befürchten.“ Vor allem, wenn der nächste härtere Winter folgt. Auf einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern sollen die Senkungen des Betonsteinpflasters beseitigt und die Entwässerung saniert werden. Mit 22 500 Euro ist es der größte Straßensanierungsposten in diesem Jahr. An der Hovestraße machen sich Absenkungen an der Entwässerungsrinne bemerkbar, die saniert werden sollen (12 000 Euro). In der Anliegerstraße „Am Haus Borg“ wird in Höhe eines Neubaus und dessen Zufahrt ein Pflanzbeet im Straßenraum entfernt. Diese Beete, die einmal als Entschleunigung auf der Strecke eingebaut wurden, sind Grube nach eigenem Bekunden „ein Stein im Magen“. Er sieht diese Hindernisse als Gefahrenstellen. „Das würde man heute nicht mehr machen.“

Einzige Maßnahme des Wirtschaftswege-Programms liegt im Bereich der Kiefern-Allee in der Bauerschaft Müssingen. Dort sollen Straßenabsackungen im Kurvenbereich und Aufbrüche im Asphalt beseitigt werden. Im nächsten Jahr sind es dann wieder 100 000 Euro für die Wirtschaftswege und 2023 dann 200 000 Euro für die Gemeindestraßen.

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