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Haus der Generationen wieder geöffnet

Behutsamer Start auf Laufwegen

Everswinkel

Viele Türen waren in den vergangenen Wochen als Folge der Corona-Pandemie geschlossen. Das Haus der Generationen (HdG) gehörte zwangsläufig mit zu jenen Einrichtungen, die mit dem Lockdown ebenfalls dichtmachen mussten. Keine Kurse, keine Treffen – nichts. Nun wurde das Licht wieder eingeschaltet.

Klaus Meyer

Willkommen zurück mit neuen „Spielregeln“: Thomas Wetterkamp und Hilke Sandner vom Leitungsteam des HdG und Bürgermeister Sebastian Seidel freuen sich, dass die Türen des Hauses der Generationen wieder geöffnet werden können. Foto: Gemeinde

„Es ist offen!“, mit diesen Worten begrüßte das Leitungsteam des HdG Everswinkel jetzt Bürgermeister Seidel, um ihn praktisch als ersten Besucher nach der Wiedereröffnung zu begrüßen. Natürlich ist die Corona-Gefahr insgesamt noch längst nicht gebannt, und somit kommt es auch im HdG auf die größtmögliche Sicherheit an. Die Öffnung erfolge behutsam, heißt es. „Wir starten mit unseren Angeboten mit festen Teilnehmergruppen wie Nachhilfe, Töpfern, Qigong, etc.. Schrittweise kann – sofern die Infektionszahlen nicht steigen – mehr angeboten werden“, machen Thomas Wetterkamp und Hilke Sandner vom Leitungsteam klar.

Alle Angebote seien hinsichtlich der aktuellen Hygienevorschriften überprüft und im Zweifelsfall auch in andere Räume verlegt worden, und für jedes Angebot gebe es ein Hygienekonzept. Wie man es auch von anderen Einrichtungen und auch von Geschäften schon kennt, wurde eine Einbahn-Wegeführung eingerichtet. „Wie auf dem Flughafen Münster-Osnabrück gibt es jetzt spezielle Laufwege für ankommende und gehende Nutzer des Hauses.“ Die kommenden Wochen sollen dazu genutzt werden, die nötigen Erfahrungen zu sammeln, um bei Bedarf „noch Nachjustierungen an der einen oder anderen Stelle zu machen“. Über das genaue Angebot, die Zeiten und die Örtlichkeit soll in der nächsten Woche informiert werden.

Thomas Wetterkamp

Übrigens: Auch hinter den verschlossenen Türen wurde in den vergangenen Wochen gearbeitet. Die ungeplante Schließungsphase wurde genutzt, um die noch ausstehenden Malerarbeiten im Flurbereich abzuschließen. Und die Hilfs-Aktion „8004 – wir helfen Dir“ wurde in der Zeit weiter koordiniert.

Normalerweise passieren im Laufe des Jahres rund 26 000 Besucher aller Altersgruppen die Türen des HdG, um die unterschiedlichen Angebote wahrzunehmen. 2018 verteilten die sich mit über 16 000 auf die speziellen Angebote und mit fast 10 000 auf den Offenen Treff (zur Zählweise: Jeder Besucher wird einmal pro Tag gezählt). 2018 hatte das HdG an insgesamt 302 Tagen geöffnet – auf diese Zahlen wird die Einrichtung in diesem Jahr sicherlich nicht kommen.

Vier hauptamtliche Mitarbeiter – neben Sandner und Wetterkamp sind das noch Nicola Rieping und Carmen Günnewig (Flüchtlingsbetreuung) – kümmern sich um die Einrichtung, dazu gesellen sich in der Regel 16 Honorarkräfte inklusive Freiwilliger Ganztagsschule, Midnight Sport und Töpfern/Nähen sowie 45 Ehrenamtliche und sechs Praktikanten. Das HdG-Team verfolgt eine wirkungsvolle und nachhaltige Vernetzung mit Vereinen, Schulen, Ämtern (z.B. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf) und Beratungsstellen (Familienzentrum „zwinkel“). Die Nutzer der Räume im Haus der Generationen sind vielfältig. Dazu zählen die VHS, die Freiwillige Feuerwehr, der Bürgerschützenverein, das Haus St. Vitus, die Kolpingsfamilie, die Verbundschule, die Musikschule Warendorf oder auch Gruppen wie die Blau-Weißen Funken, die Möhnen oder die Osteroporose Selbsthilfegruppe. Eine große Bedeutung hat natürlich die Flüchtlings-Initiative Everswinkel-Alverskirchen, die als Projektgruppe ehrenamtlich Engagierter den Flüchtlingen in der Gemeinde zur Seite steht und im HdG praktisch ihr „Basislager“ hat.

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