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Alverskirchen soll wieder aufblühen

Blühende Bestmarke im Blick

Alverskirchen

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Nach den erfolgreichen Aktionen in den beiden vergangenen Jahre wollen die Alverskirchener Landwirte mit der nunmehr dritten Auflage von „Alverskirchen blüht auf“ nachlegen und eine neue Bestmarke erreichen. Die Initiatoren hoffen, in diesem Jahr die Zahl der teilnehmenden Blühpaten auf über 50 steigern zu können. Die Aktion läuft jetzt an, das Mitmachen ist ganz einfach.

Klaus Meyer

Der LOV-Vorsitzende Christoph Gerd-Holling (r.) und Landwirt Frank Neumann an der L811 in Richtung Sendenhorst, wo 2020 monatelang ein toller Blühstreifen die Blicke auf sich zog – und wieder ziehen soll. Die Landwirte werben fürs Mitmachen bei der dritten Auflage der Blühpaten-Aktion „Alverskirchen blüht auf“. Foto: Klaus Meyer

Ok, ein wenig Fantasie ist derzeit noch erforderlich, um sich angesichts des neuerlichen Schneeflocken-Überfalls ein „Meer“ von blühenden Frühlings- und Sommerblumen vorzustellen. Christoph Gerd-Holling und Frank Neumann vom Landwirtschaftlichen Ortsverein Alverskirchen (LOV) haben diese Fantasie. Kein Wunder, können sie doch schon auf zwei Jahre „aufblühendes Alverskirchen“ zurückblicken. Die farbenfrohe Aktion, die nicht nur dem menschlichen Auge etwas bietet, sondern auch der heimischen Insektenwelt, erlebt in diesem Jahr ihre dritte Auflage.

Und die läuft jetzt an. Erneut können Alverskirchener (und selbstverständlich auch Everswinkeler) dafür sorgen, dass das Dorf wieder kräftig aufblüht. Das Instrument dazu ist eine „Blühpatenschaft“. Mit einem Betrag von jeweils 50 Euro verhilft der Blühpate einer Fläche von 100 Quadratmetern zum monatelangen Blütenzauber. Der LOV treibt es dabei äußerst bunt. Diverse Malvenarten, Klatschmohn, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenblume, Kornblume, Wicken, Geißfuß und mehr werden es sein, die monatelang für ein Feuerwerk der Farben sorgen werden. Fast 30 Sorten. Es ist die Samenmischung, die im vergangenen Jahr „super funktioniert hat“, wie Gerd-Holling bilanziert. „Deshalb habe ich das auch letztes Jahr stehen lassen, und es hat noch bis November geblüht“, ergänzt Neumann.

Die Flächen für die Blühstreifen stellen die jeweiligen Landwirte kostenlos zur Verfügung und verzichten an dieser Stelle auf eigene Erträge. Aufblühen soll es erneut entlang der Neustraße ortsauswärts und nahe der ehemaligen Hofstelle Reinsch am Spazierweg am Randes des Naturschutzgebietes Dorffeld sowie ferner ortsauswärts Richtung Wolbeck, in der Wettendorfer Bauerschaft, „und wir säen auch einen Teil in der Fläche ein, wo keiner hinkommt“, so LOV-Vorsitzender Gerd-Holling.

„Wir hoffen wieder auf eine Steigerung“ sagt der mit Blick auf die Beteiligung der Bürger. 32 Blühpaten waren es zur Premiere 2019, 48 waren es im vergangenen Jahr, und in diesem Jahr lautet das Ziel, jenseits der Marke von 50 zu landen. „Es ist genug Fläche da für die Blühpaten“, lacht Neumann. Um die Werbetrommel zu rühren, haben die Landwirte erstmals 1000 Flyer drucken lassen, die an die Haushalte verteilt werden. Zudem wurde ein digitaler Flyer erarbeitet, der über die sozialen Medien verbreitet wird.

Wer mitmachen und Blühpate werden will, kann das so leicht wie nie: „Man kann einfach den Betrag überweisen und ist dabei“, ermuntert Gerd-Holling zum Mitmachen. „Wir werden ein kleines Dankeschön schicken“ – ein Tütchen mit der Alverskirchen-blüht-auf-Mischung für den heimischen Garten. Bis zum 30. April sollten sich Bürger, Vereine, Clubs, Cliquen, Parteien oder Gewerbetreibende zur Teilnahme entschieden haben, denn dann steht die Aussaat an. Der doppelte gute Zweck wird dabei wieder ins Auge gefasst. Von den Einnahmen werden zunächst die Kosten fürs Saatgut gedeckt, der Überschuss soll dann sinnvoll im Dorf gespendet werden.

  • Teilnahme: Blühpaten-Beitrag von 50 Euro pro 100 Quadratmeter unter dem Stichwort „Blühpate“ auf das Konto: LOV Silvia Leivermann, Sparkasse Münsterland Ost, IBAN: DE86 4005 0150 0034 4508 74.
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