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Premiere des Garagen-Flohmarkts

Bunte Mischung aus Handeln, Essen und Quatern

Alverskirchen

Gelungene Premiere: Händler und Schnäppchenjäger sind bestens zufrieden mit dem ersten Garagen-Flohmarkt.

Freuten sich über die rege Nachfrage: Nadine Heptner, Tilo Weidemann, Sina Weidemann und Malia Weidemann. Foto: Christopher Irmler

Eigentlich finden Trödelmärkte in klar begrenzten Bereichen, etwa auf einem Platz oder einzelnen Straßenzügen statt. In Alverskirchen wählte das Bürgerteam einen anderen Ansatz. Überall im Dorf luden Familien oder Nachbarschaften zum Garagen-Flohmarkt. Obwohl zwischen manchen Ständen einige Hundert Meter lagen, waren die Beteiligten begeistert von der Premierenveranstaltung.

„Der Andrang ist echt gut“, befand Nadine Heptner, die mit Sina Weidemann Abnehmer für die Playstation 4, eine stattliche DVD-Sammlung oder Kinderkleidung suchte. „Für ein Dorf der Größe Alverskirchens ist das schon was.“ Die Geschwister Malia und Tilo Weidemann betrieben derweil den „Stand im Stand“ und führten Verkaufsgespräche auf eigene Faust – inklusive eigener Kasse.

Die Eheleute Tiedtke wiederum boten Sportbekleidung mit Ortsbezug. So etwa ein nicht mehr getragenes DJK Alverskirchen-Shirt. „Ich bin gut zufrieden und habe viel verkauft“, freute sich Sandy Tiedtke. Immer wieder hätten Gäste Halt an ihrem Stand gemacht. „Da sieht man erstmal, wie groß Alverskirchen ist“, merkte sie schmunzelnd mit Blick auf die durch die Siedlungen schlendernden Schnäppchenjäger an. Auch sie brachte bereits eine zweite Auflage des großen Garagentrödels ins Spiel.

Sandy und Michael Tiedtke suchten unter anderem Abnehmer für ein DJK RW-Shirt. Foto:

Das freute b Peter Kretschmer, Vorsitzender des Bürgerteams Alverskirchen. Seinem Eindruck nach nähmen sich die Besucher viel Zeit für den ungewöhnlichen Trödelmarkt. So dauerte ein Rundgang durch die Viertel durchaus über zwei Stunden. Er sprach von einem Leuchtturmprojekt. „Es ist doch noch Leben im Dorf“, bilanzierte er nach den Corona-Jahren und dem ein wenig eingeschlafenen Dorfleben. Es gehe um eine bunte Mischung aus Handeln, Essen und Quatern. „Die Teilnehmer haben keinerlei Kosten.“

Den Flyer mit hilfreichen Tipps fertigte das Bürgerteam an, Kinderbelustigung und Verpflegung an der Grundschule übernahmen Aktive des Spielmannszuges. Die Parkplatzfrage war ebenfalls geregelt: ein ortsansässiger Betrieb stellte seinen Firmenparkplatz zu Verfügung. „Für das Dorf ist das eine Bombensache“, so Spielmannszugs-Vorsitzender Ludger Kemkers mit Blick auf das niedrigschwellige Trödelangebot. Die Vorbereitungen starteten im März, ursprünglich endete die Anmeldefrist am 15. Juli. „Danach kamen nochmal 25 dazu, die letzte Anmeldung war gestern Abend“, berichtete Kretschmer. Es sei eine Art „positiver Schneeballeffekt“. Keine Untertreibung angesichts von fast 70 teilnehmenden Familien oder Nachbarschaften.

Einen Steinwurf von der Grundschule entfernt hatten sich „Die Brinkgärtner“ besonders auf die Veranstaltung vorbereitet. Neben einem Gemeinschaftströdelstand hatten die 22 Haushalte einen Grill aufgebaut und eine bequeme Lounge mit Ledersesseln aufgebaut. „Die Einnahmen gehen an das Haus St. Vitus in Everswinkel“, so Anwohner Franz-Josef Kröger. Dort gebe es im Außenbereich Probleme in Sachen Barrierefreiheit; die Nachbarschaft wolle helfen. Am Tag der Premiere wollte Kretschmer noch nicht über eine zweite Auflage spekulieren, das Potenzial sei indes nicht zu unterschätzen.

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