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Investitionen auf gemeindlichen Spielplätzen

Burg ist mittlerweile sturmreif

Everswinkel/Alverskirchen

Die Sicherheit des gesamten Möllenkamp steht womöglich auf dem Spiel. Die Verteidigung des Siedlungsbereichs durch wackere junge Ritter erscheint kaum noch möglich angesichts der inzwischen sturmreifen Ritterburg. Das haben nun auch die Fürsten und Edelleute derer von Vitus erkannt.

Von Klaus Meyer

Die Ritterburg auf dem Spielplatz Möllenkamp ist nur noch scheinbar eine Festung. Nach 20 Jahren ist das hölzerne Bauwerk mittlerweile abgängig. Ersatz muss her in diesem Jahr. Foto: Klaus Meyer

Sie wollen ganz tief in die Schatztruhe greifen und mit vielen Talern ein neues Festungswerk schaffen. Noch in diesem Jahr soll das passieren, und die Bürgerschaft darf mitentscheiden, was da auf dem Ritterhügel neu entstehen wird.

„Die Ritterburg ist jetzt wirklich abgängig“, erklärte Umweltberater Bernd Schumacher kürzlich im Familien- und Sozialausschuss. 20 Jahre lang ist das hölzerne Bauwerk inzwischen intensiv genutzt worden. „Man müsste so viel hineinstecken“ für die Erhaltung eines verkehrssicheren Zustands, es gebe mehrere Problemstellen. „Da brauchen wir dringend Ersatz, sonst steht da oben nichts mehr“, verdeutlichte Schumacher. 50.000 Euro stehen allein dafür im Budget-Plan „Kinderspielplätze“. Eine Menge Geld, aber es geht ja auch um ein besonderes Großgerät. „Der Ritterspielplatz wird intensiv genutzt, auch von Kindern aus anderen Wohngebieten und von außerhalb“, unterstrich Schumacher den Stellenwert der Anlage.

Umweltberater Bernd Schumacher

Der Umweltberater will aber nicht einfach eine Nachfolge-Burg dort errichten lassen, sondern die Anwohner beteiligen. Die Frage lautet: „Ritterburg 2.0 oder was ganz anderes?“ Zur Wahl stehen eine neue klassische Ritterburg, eine Anlage mit moderneren Materialien oder ein ganz anderer Entwurf. Die direkten Anlieger werden über eine Postwurfsendung der Gemeinde einbezogen, und darüber hinaus soll es Umfragen in Kindergärten und eine Beteiligungsmöglichkeit über die Homepage der Gemeinde geben, wie Schumacher gegenüber den WN erläutert.

Für den Spielplatz Am Vinckenbusch ist ein neuer Turm vorgesehen. Foto: Klaus Meyer

Insgesamt belaufen sich die Spielplatz-Investitionen in diesem Jahr auf 70 000 Euro. „Das ist eine ganze Menge, aber das müssen wir in die Hand nehmen, um den Spielwert zu erhalten“, betonte Schumacher. So ist für den Piraten-Spielplatz Vinckenbusch ein neuer Turm vorgesehen (6500 Euro), am Spielplatz Wittkamp sind ein Drehspielgerät und eine Bank eingeplant (6000 Euro), für den Spielplatz Esch I steht eine neue Doppelschaukel (2500 Euro) auf dem Einkaufszettel, und die Skateranlage im Erholungsbereich „Am Haus Borg“ soll ebenfalls attraktiver werden (5000 Euro).

Auch die Skater-Anlage ist im Fokus und soll attraktiviert werden. Foto: Klaus Meyer

Hinzu kommen verschiedene Unterhaltungsmaßnahmen auf diversen Spielplätzen wie Fallschutz- und Bodenarbeiten, Austausch von Einzelteilen wie etwa Balken, Schaukelsitzen oder Schildern sowie Reinigungs- und Pflegearbeiten mit einer Gesamtsumme von fast 30 000 Euro. Summa summarum stehen unterm Strich somit fast 100.000 Euro für die jungen Bürger der Gemeinde, die sich auf 18 Kinderspielplätzen, fünf Bolzplätzen und einer Skateranlage mit einer Gesamtfläche von über 23.000 Quadratmetern ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen können. Die Kommunalpolitik unterstützt die Pläne, im Ausschuss gab es ein einstimmiges Votum aller vier Ratsparteien. Für die folgenden Jahre sind bereits weitere Investitionen ins Auge gefasst: 2023 auf den Spielplätzen Schmaler Kamp und, 2024 am Möllenkamp und 2025 am Großen Kamp.

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