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Biwak von Bürgerschützen und Heimatverein

Das Ende einer langen Durststrecke

Everswinkel

Die Verantwortlichen des Bürgerschützen- und Heimatvereins Everswinkel wollten trotz der erneut coronabedingt abgesagten Schützenfeste ein gewisses „Schützenfestfeeling“ aufkommen lassen. Nach 789 Tagen freute sich Major Stephan Schulze Zurmussen auf das große Wiedersehen.

Von Christopher Irmler

Major Stephan Schulze Zurmussen erhielt von Jochen Rottmann, Kommandeur der Ehrengarde, ein paar Förmchen. Damit spielten die Formationen auf das ungewöhnliche Treffen im Spätsommer an.Kein Fest ohne Musik: Auf dem Magnusplatz spielte das Blasorchester Everswinkel.Bernhard Rotthege sprach im Rahmen der Kranzniederlegung; Stefan Hanhart und Martin Schräder trugen den Kranz. Foto: Christopher Irmler

Schützen haben es auch in diesem Sommer schwer, erneut wurden sämtliche Schützenfeste in der Umgebung abgesagt. Die Verantwortlichen des Bürgerschützen- und Heimatvereins Everswinkel wollten dennoch ein gewisses „Schützenfestfeeling“ aufkommen lassen – und luden am Wochenende zum gemeinsamen Biwak. Nach 789 Tagen – so lange liegt das letzte Schützenfest bereits zurück – freute sich Major Stephan Schulze Zurmussen am Samstag auf das große Wiedersehen auf dem Magnusplatz.

Auch die Kommandeure der Formationen waren sich dieser langen Durststrecke im wahrsten Sinne des Wortes bewusst. So überreichten sie ihrem Vorgesetzten nun nach und nach einen Klappstuhl, Schwimmflügel, Förmchen, Sonnenbrille und Sonnencreme sowie eine gut gekühlte Flasche Bier. Denn eigentlich wären die „tollen Tage“ bereits im Juli gefeiert worden, der Major längst im Urlaub.

Zu den Klängen des Blasorchesters Everswinkel und des Spielmannszugs Alverskirchen brachen die Uniformierten zur Kranzniederlegung an der Marienkapelle auf.

Hier sprach Bernhard Rotthege über den Sinn des Innehaltens und Erinnerns an die Opfer der Weltkriege. Die heute Lebenden seien nicht verantwortlich für Ereignisse in der Vergangenheit. „Wir sind Geschichtsgewinner – oder besser: wir könnten es sein, wenn wir bereit sind, aus der Geschichte zu lernen.“ Er schloss mit einem Appell. „Schützt und schätzt den Frieden, lasst allen Menschen ihre Würde.“

Der imposante Tross setzte sich nun in Richtung St.-Magnus-Seniorenheim in Marsch, wo auf der Straße angetreten wurde. Dabei zogen die Uniformierten durch das mit neuen Wimpelketten geschmückte historische Viereck.

Ziel des Umzugs war selbstredend der Schützenplatz, wo sich Lennart Heitmann mit dem 398. Schuss den Titel des Hampelmannkönigs sicherte.

Am Sonntag wurde das Biwak mit einer Heiligen Messe, einem Frühschoppen und der Ermittlung eines „Corona-Königs“ fortgesetzt.

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