Rundgang und Jahresbilanz im HdG

Das Haus für alle

Everswinkel

In der jüngsten Sitzung haben sich die Mitglieder des Familien- und Sozialausschusses bei einem Rundgang einen umfassenden Eindruck vom umgebauten und renovierten Haus der Generationen (HdG) verschafft. Thomas Wetterkamp führte die Kommunalpolitiker durch alle Räume. Ein Rundgang mit Aha-Effekt.

Klaus Meyer

Amtsleiter Jörg Rehfeld führte den Hublift vor, der für die Nutzer leicht zu bedienen ist. Foto: Klaus Meyer

Vor allem im großen Mehrzweckraum, der unter anderem auch für die Nachhilfe, für Veranstaltungen der Flüchtlings-Initiative oder die Gruppe „Anti-Rost“ genutzt wird, hat sich viel getan. Fenster, neue Farbe, ein neuer Boden, ein wieder einsatzbereiter Kamin – „der Raum hat richtig an Qualität gewonnen“, freut sich der HdG-Leiter. „Der Kulturkreis hat auch schon ein Auge darauf geworfen.“ In 2020 soll noch der letzte „Feinschliff“ im Haus erfolgen.

Thomas Wetterkamp

Natürlich rückte auch der neue Hublift, mit dem nun gehbehinderte Besucher auf die obere Ebene gelangen, nicht nur in den Blick, sondern wurde auch getestet. Wetterkamp bezeichnete die Errungenschaft als „Riesengewinn“ fürs Haus, das ja inzwischen von allen Generationen besucht und genutzt wird. „Für uns wird das HdG immer mehr Wirklichkeit“, es sei Schritt für Schritt weiterentwickelt worden. „Die Jugendlichen haben zwar immer noch den Hauptanteil der Besucher, aber die Erwachsenen werden immer mehr“, so Wetterkamp.

Der große Mehrzweckraum im Erdgeschoss hat durch die Modernisierung sehr gewonnen. Foto: Klaus Meyer

Summa summarum über alles geblickt wurden 2018 im HdG 26 098 Besucher gezählt, zitierte der HdG-Leiter aus der Jahresbilanz für 2018. Davon entfielen 9 980 auf den Offenen Treff und 16 118 auf die Nutzer-Angebote. Knapp über die Hälfte – 54 Prozent – waren weibliche Besucher. 21,3 Prozent der HdG-Gäste waren älter als 26 Jahre. Rund 56 Stunden pro Woche ist das HdG übers geöffnet (sonntags nur im Winter). Vier hauptamtliche Kräfte (inklusive einer Person für die Flüchtlings-Betreuung), sechs Honorarkräfte fürs HdG, acht Honorarkräfte fürs Angebot Freiwillige Ganztagsschule, sechs Praktikanten, 45 Ehrenamtliche sowie zwei Honorarkräfte für besondere Angebote (Töpfern, Nähen) und angebotsbezogen vier Ehrenamtliche/Praktikanten bilden das personelle Gerüst.

Zu den regelmäßigen Angeboten zählen die Freiwillige Ganztagsschule in Kooperation mit der Verbundschule (mit 9 600 Teilnehmertagen die Nummer eins; Teilnehmertage gleich Anzahl der Teilnehmer eines Treffens multipliziert mit der Anzahl der Treffen), die Tanzgruppen (4 800 Teilnehmertage), Midnight-Sport und Turniere (2 144 Teilnehmertage), die Töpferwerkstatt (1 200 Teilnehmertage) sowie Offene Angebote, Nachhilfe, ergänzende Lernförderung, Bewerbungshilfen, Internet-Café, Anti-Rost-Gruppe und die Betreuungshilfe der Flüchtlings-Initiative. Dazu kommen spezielle Angebote wie die OGS-Ferienaktionen, Qi-Gong-Kursus oder der Nähworkshop und größere Einzel-Events wie etwa die Alltagsbegegnungen oder die Treff-Angebote der Flüchtlings-Initiative.

Die Räume des HdG sind auch bei anderen Institutionen beliebt. 2018 fanden 45 Veranstaltungen pro Woche statt. Die Nutzerliste ist lang und reicht von VHS, Musikschule und Kreis über Feuerwehr, Kolping, zwinkel und Haus St. Vitus bis zu Bürgerschützenverein, Blau-Weißen Funken und Möhnen.

In 2020 soll es auch einen Mittagstisch geben. „Wir fangen erst mal einmal in der Woche an und schauen dann, wie es sich entwickelt“, kündigte Wetterkamp einen gebremsten Start an. Bei dem neuen Angebot „geht es nicht nur um das Essen an sich, sondern auch das Miteinander“.

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