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Rathaus-Konzert des Orchesters Musica Viva

Die Klangfarben des Akkordeons

Everswinkel

Klassische Motive oder Arrangements aus Rock, Pop, Musical oder Filmmusik – nach zweijähriger Corona-Pause war die Lust am Musizieren beim „Orchester Musica Viva“ für die Zuhörer erlebbar.

Von Ulrich Coppel

Unter der Leitung von Niklas Rademacher hatten die Musikerinnen und Musiker des Orchesters Musica Viva bei zwei Konzerten nach mehr als zwei Jahren Wartezeit endlich wieder die Gelegenheit, vor Publikum zu spielen. Foto: Ulrich Coppel

Zwei Jahre Corona-Pause, seit nahezu drei Jahren, mit Ausnahme eines kleinen Auftritts in Bad Laer, keine Konzerte – und dann plötzlich zwei große Auftritte an einem Tag: Das „Orchester Musica Viva“ hatte am Sonntagnachmittag einiges vor.

Für Niklas Rademacher dem „neuen Dirigenten“, der das 22-köpfige Ensemble allerdings bereits seit zwei Jahren leitet, waren die beiden Konzerte im bestens gefüllten Ratsaal des Rathauses eine Konzertpremiere mit dem Orchester, das der Schule für Musik im Kreis Warendorf angehört.

Das Programm bestand aus einem bunten Strauß populärer Musik verschiedener Gattungen, zum Teil garniert mit Reminiszenzen an klassische Motive, wie etwa dem Beginn der 5. Symphonie Beethovens. Zu hören waren ferner zum Teil Arrangements aus Rock, Pop, Musical oder Filmmusik. „La Storia“ von Jacob de Haan ist eine Filmmusik für einen Film, den es gar nicht gibt. Doch mit dieser Beschreibung des Komponisten selber ist dem Zuhörer ein Kopfkino generiert. Präzise durchmaßen Rademacher und die 18 Akkordeonisten nebst E-Gitarrist, E-Bassistin und Schlagzeuger die Brüche, Wendungen und großen dynamischen Schwankungen des Werkes.

Wenn man bekannte Songs covert, hat ein jeder Zuhörer das Original sogleich im Ohr. Die präsentierten Hit-Arrangements für Akkordeon-Orchester, ganz egal ob von Billy Joel, Bon Jovi oder Bryan Adams und anderen, blieben allesamt sehr nah am Original – außer bei den Soli, etwa „Don´t Stop Me Now“ von Queen, die in den Arrangements fehlten. Das „Orchester Musica Viva“ präsentierte an diesem Tag eine ganze Bandbreite sehr schön differenzierter klanglicher Möglichkeiten des Instrumentes Akkordeon. Das war der prägendste Eindruck in dem gut einstündigen Benefizkonzert zugunsten der „Aktion Lichtblicke“, das mit zwei Zugaben und wohlverdienten stehenden Ovationen endete. Sehr schön!

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