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Digitaler Filmworkshop des Kulturkreises

Eigentlich war alles anders gedacht

Everswinkel

Demnächst wird der Film fertig geschnitten sein und unter dem Titel „Anders eben!“ Premiere feiern. Falls es die Situation zu dem Zeitpunkt gestattet, können sich die daran Mitwirkenden dann zum ersten Mal „analog“ und „live“ im Haus der Generationen treffen.

Susanne Müller

Erneutes Gemeinschaftsprojekt des Kulturkreis Everswinkel und der VHS Warendorf: Foto: Screenshot

Eigentlich war ja alles ganz anders geplant: an acht Tagen sollte der Filmworkshop teilweise im Haus der Generationen, überwiegend jedoch draußen an der frischen Luft durchgeführt werden. Aber wie das so ist in diesen Zeiten: er durfte aufgrund der derzeitigen Kontaktbeschränkungen in dieser Form nicht stattfinden. Demzufolge standen die beiden Kursleiter Carolin Wolff und Paolo Baldassarre vor der Herausforderung, das Angebot kurzfristig umzugestalten.

Statt an acht Tagen wurde der Kurs – nunmehr komplett digital – auf die beiden Dienstage und Donnerstage in den Ferien verlegt. Den Teilnehmenden waren Materialpakete frei Haus geliefert worden. Sie enthielten das Drehbuch, den Aufnahmeplan und kleine Requisiten.

Pünktlich um 9 Uhr am ersten Dienstag waren alle über Zoom zusammengeschaltet. Das waren, neben Carolin Wolff und Paolo Baldassarre, Carlotta Wolff als erprobte Assistentin und Tanzlehrerin, die Tanzdozentin Esther Wohlgemuth, der damalige Praktikant Jonathan Batkowski und die 14 Kursteilnehmer.

Die Technik funktionierte einwandfrei, und somit konnte man sich voll und ganz dem Drehbuch widmen. Insgesamt sieben Szenen plus Videos für den Abspann sollten aufgenommen werden.

Die Sets waren so angelegt, dass sowohl (geschauspielerte) Unterhaltungen über Zoom gefilmt als auch selbstständig Video-Clips mit dem eigenen Handy – den Drehbuchanweisungen entsprechend – hergestellt werden sollten. Falls gewünscht, konnten zudem weitere Haushaltsmitglieder eingespannt und als Kameramann/-frau oder Statisten eingesetzt werden.

Zunächst mussten die Kursteilnehmer allerdings die eigenständig gestalteten Aufnahmen durchdenken. Anschließend galt es, ein kurzes Drehbuch zu erstellen und dann erst mit der Umsetzung loszulegen. Die sollte weitgehend in der Natur stattfinden.

Esther Wohlgemut und Carlotta Wolff hatten nicht nur Schritte mit den Kindern und Jugendlichen einstudiert. Auch „Bodypercussion Moves“ lernten sie in dem Workshop kennen. Dabei wird der eigene Körper als ein dem Schlagzeug ähnliches Instrument eingesetzt.

Im Film werden Tanz, Klopfen, Stampfen und Klatschen zu einer neuen Kommunikationsmöglichkeit, mit deren Hilfe „Unterhaltungen“ geführt werden können. Im Laufe der Handlung entdeckt jedes Kind/jeder Jugendliche ein unbekanntes Wesen, das ganz andere Wahrnehmungs- und Ausdrucksformen hat, als jene, die ihm von uns Menschen bekannt sind. Der Plot des Films enthält dadurch sowohl Fantasy- also auch Mystery- und Spannungselemente. Die daraus entstandenen Tanz-Szenen wurden anschließend in das Gesamtpaket integriert. Basierend auf einem klar strukturierten Aufnahmeplan entstand so in den zwei Wochen – Szene für Szene – der Film.

Die fertigen Aufnahmen wurden den Kursleitern über WhatsApp oder E-Mail zugeschickt, die sich über durchweg gut gelungene Arbeiten freuen konnten. Carolin Wolff zeigte sich zum Abschluss sehr zufrieden: „Alle im Team hatten auch bei dieser digitalen Version des Kurses viel Spaß, es gab keine Fehlstunden. Als Ausgleich für den ausgefallenen Präsenz-Workshop ist bereits ein Kurs für die Sommerferien im Haus der Generationen geplant. Wir freuen uns schon auf eine weitere angenehme Zusammenarbeit mit der VHS Warendorf, die ebenfalls die spontane, digitale Durchführung wunderbar unterstützt hat. Ein herzliches Dankeschön hierfür gilt Frank Büning.“

Demnächst wird der Film fertig geschnitten sein und unter dem Titel „Anders eben!“ Premiere feiern. Falls es die Situation zu dem Zeitpunkt gestattet, können sich die daran Mitwirkenden dann zum ersten Mal „analog“ und „live“ im Haus der Generationen treffen.

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