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Ausbildung beim Garten- und Landschaftsbau Schulze Tertilt

Ein Arbeitsplatz im Grünen

Everswinkel

Der Betrieb Schulze Tertilt deckt nach eigenen Angaben „das komplette Spektrum der grünen Arbeitsbereiche“ ab und hat sich neben dem klassischen Garten- und Landschaftsbau auf die nachhaltige Begrünung sowie die Planung und den Bau von exklusiven Gartenpools spezialisiert.

Von Klaus Meyer

Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Schulze Tertilt hat an seinem Standort in Wester den nötigen Platz für Verwaltung, Fuhrpark, Gerätschaften und Material. Von hier rücken mehr als 60 Fachkräfte zu den Baustellen aus. Foto: Klaus Meyer

Über 60 Mitarbeiter hat das Familienunternehmen. Der Bereich Ausbildung war von Anfang von Bedeutung. Der allgemeine Fachkräftemangel sei „sicher ein Problem der heutigen Zeit; der begrenzende Faktor ist der Mensch, das wird gerade allen klar.“

Auch Thorsten Schulze Tertilt, einer der beiden Geschäftsführer in dem seit über 40 Jahren bestehenden Everswinkeler Familienbetrieb Garten- und Landschaftsbau Schulze Tertilt, erlebt diese Entwicklung in unmittelbarer Nähe. „Im Handwerk kann man nur leider nicht beliebig automatisieren, der Mensch bleibt im Mittelpunkt der Tätigkeit“, sagt er, wenngleich er einräumt, dass durch Technik und Prozesse vieles erleichtert werde. Das Problem, bestimmte Arbeitsplätze nur noch sehr schwer oder gar nicht mehr besetzt zu bekommen, hat ihn noch nicht ereilt. „Bis jetzt ist noch jeder Platz bei uns besetzt worden. Jedoch müssen immer wieder Kompromisse bezüglich Arbeitszeit, Gehalt, Wünsche und so weiter gefunden werden.“

Der Betrieb Schulze Tertilt deckt nach eigenen Angaben „das komplette Spektrum der grünen Arbeitsbereiche“ ab und hat sich neben dem klassischen Garten- und Landschaftsbau auf die nachhaltige Begrünung sowie die Planung und den Bau von exklusiven Gartenpools spezialisiert. Private und öffentliche Auftraggeber kommen aus dem ganzen Münsterland, und am Standort Everswinkel fühlt man sich wohl. „Generell sind wir hier durch die ländliche Struktur noch gut aufgestellt.“

Geschäftsführer Thorsten Schulze Tertilt

Für anspruchsvolle Arbeiten benötigt man entsprechend qualifiziertes Personal. Schon seit 1982 setzt der Familienbetrieb deshalb auch auf die Ausbildung im eigenen Hause, ist anerkannter Ausbildungsbetrieb. „Seitdem hatten wir zirka 80 erfolgreich abgeschlossene Ausbildungen hier“, bilanziert der Junior-Chef. Ausgebildet werden Gärtner mit der Fachrichtung Landschaftsbau. Aktuell durchlaufen acht junge Leute ihre Ausbildung. „Am 19. Januar haben zwei unserer Azubis – Flüchtlinge aus Syrien – mit Erfolg die Prüfung bestanden. Beide sind sehr fleißig, lernwillig und ergänzen nun unser Team“, freut sich Schulze Tertilt.

Dennoch: Die Suche nach begeisterungsfähigem und geeignetem Nachwuchs wird auch auf diesem Feld nicht leichter. „Es wird schwieriger, handwerklich begabte junge Leute zu finden und diese für unseren Beruf zu begeistern“, resümiert der Geschäftsführer. „Im letzten Jahr haben wir drei super engagierte junge Leute gefunden. Das macht dann richtig Spaß.“

Thorsten Schulze Tertilt trauert etwas den früheren Zeiten im Hinblick auf die enge Verbindung der Wirtschaft zu den Lehrkräften der damaligen Hauptschule und heutigen Verbundschule hinterher. „Da wurden viele junge Leute auf dem kurzen Dienstweg erfolgreich vermittelt. Leider ist durch den Lehrerwechsel und die Besetzung mit neuen Lehrern aus anderen Ortschaften diese Verbindung abgebrochen“, bedauert er. Darüber hinaus sieht der Junior-Chef ebenso das gesellschaftliche Problem der Akzeptanz. „Der handwerkliche Abschluss, egal ob Gesellenbrief oder Meister, sollte besser anerkannt werden“, betont er und verweist auf die erforderliche „Gleichwertigkeit von Studium und handwerklicher Ausbildung“.

In diesem Jahr werden folgende Ausbildungsplätze besetzt: Landschaftsgärtner (zwei Stellen).

Ausbildungsplatz-Situation

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