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Aktion der Feuerwehr in beiden Ortsteilen

Ein Gruß aus luftiger Höhe

Everswinkel/Alver...

Eine weltberühmte Melodie, intoniert in 30 Metern Höhe. Schillers „Ode an die Freude“, musikalisch bearbeitet von Ludwig van Beethoven für den 4. Satz seiner 9. Sinfonie, als wärmendes Zeichen in Zeiten von Abstand und Isolation. Die Feuerwehr setzte zu Ostern mit der „Europa-Hymne“ ein motivierendes Zeichen für Solidarität, Zusammenhalt und Lebensfreude.

Klaus Meyer

Aktion der Feuerwehr: Die „Ode an die Freude“ - gespielt von Marius Gausebeck am Ostersonntag-Morgen auf der Trompete hoch über den Dächern von Everswinkel. Zweite Station war der Kirchplatz in Alverskirchen. Trompeter Marius Gausebeck und Maschinist Michael Gausebeck. Foto: Feuerwehr

Trompetenklänge am Ostersonntag über den Dächern von Everswinkel und Alverskirchen. Eine weltberühmte Melodie, intoniert in 30 Metern Höhe. Schillers „Ode an die Freude“, musikalisch bearbeitet von Ludwig van Beethoven für den 4. Satz seiner 9. Sinfonie, als wärmendes Zeichen in Zeiten von Abstand und Isolation. Die Feuerwehr setzte zu Ostern mit der „Europa-Hymne“ ein motivierendes Zeichen für Solidarität, Zusammenhalt und Lebensfreude.

Die Idee entstand kürzlich im Löschzug Everswinkel, wie Feuerwehr-Pressesprecher Werner Kortenjann im WN-Gespräch erklärt, und umgesetzt wurde sie von Michael und Marius Gausebeck. Um 8.30 Uhr war der Drehleiter-Wagen von Maschinist Michael Gausebeck auf dem Magnusplatz geparkt, mit den Stützen fixiert und die Leiter ausgefahren. Marius Gausebeck setzte die Trompete an seinen Mund und spielte. Schnell öffneten sich die ersten Fenster in benachbarten Häusern, kamen auf dem Platz einzelne Menschen unter Wahrung des Abstandsgebots zusammen und lauschten. Ein Gänsehaut-Moment. Als zweiten Titel spielte Gausebeck, Mitglied des Blasorchesters Everswinkel, das Steigerlied. Begeisternder Applaus der Zuhörer war ihm sicher. Um 10 Uhr dann Station auf dem Kirchplatz Alverskirchen. Auch dort die musikalische Botschaft dieser Aktion: Durchhalten, Mut machen. Die Feuerwehr ist weiterhin für die Bürger da, so Kortenjann.

Die Freiwillige Feuerwehr muss derzeit auch mit Einschränkungen durch die Corona-Krise klarkommen. Der Übungsbetrieb ruht völlig, und bei Einsätzen werden die Kräfte auf mehrere Fahrzeuge verteilt, um die größtmögliche Vorsicht walten zu lassen. „Wir haben bei kleineren Einsätzen zwei Gruppen, die alarmiert werden.“ Die Fahrzeuge selbst sind inzwischen vorsorglich mit Schutzanzügen und Masken ausgerüstet, um bei einem Einsatz einen Kontakt mit etwaigen Corona-Infizierten zu vermeiden. „Nach dem Einsatz werden die Fahrzeuge immer sofort desinfiziert, und das Feuerwehr-Gerätehaus wird für Wartungsarbeiten betreten“, macht Kortenjann deutlich.

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