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500 Jahre St.-Magnus-Kirche

Fastenzeit im Jubiläumsjahr

Everswinkel

In der katholischen Kirche beginnt die Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. Das besondere Ritual des Aschermittwochs, die Sendung des Aschenkreuzes, soll an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern. Ein Überblick über die anschließenden Gottesdienste.

Das historische Hungertuch verhüllt in der Fastenzeit den Hochaltar in der St.-Magnus-Kirche. Foto: Günther Wehmeyer

Fast jede Religion hat Zeiten des Fastens, in denen der Mensch versucht, durch bewussten Verzicht Gespür für Wesentliches zu entdecken. In dieser etwas ernsteren Fastenzeit wird im Chorbogen der St.-Magnus-Kirche die Prächtigkeit des Hochaltars bis zum Gründonnerstag mit dem wertvollen Hungertuch aus dem Jahr 1614 verhüllt, schreibt die Gemeinde St. Magnus-St. Agatha.

In der katholischen Kirche beginnt die Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. Das besondere Ritual des Aschermittwochs, die Sendung des Aschenkreuzes, soll an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern. Es ist den Zeremonien der Siegesfeiern der Römer entnommen. Wenn der siegreiche Feldherr im Triumph in Rom einzog, stand auf dem Wagen hinter ihm ein Sklave, der flüsterte: „Bedenke, dass Du zu Staub wirst.“ Es sollte, wie heute die Gläubigen, den Feldherrn vor Hochmut bewahren und zu Demut anhalten, eine Grundhaltung, die dem Zusammenleben der Menschen gut tut.

„Auftakt in die Fastenzeit“

In Everswinkel ist es inzwischen Tradition, dass nach der Abendmesse um 19 Uhr das Katholische Bildungswerk und die Kolpingfamilie zu einem besinnlichen Abend einladen als „Auftakt in die Fastenzeit“. In diesem Jahr lautet das Thema: „Wenn Gottes Schöpfung gelästert wird – Antisemitismus, Rassismus, Sexismus“. Referentin ist Alexandra Hippchen, landeskirchliche Pfarrerin für Notfallseelsorge und Notfallbegleitung in der Region Münsterland.

Am ersten Fastensonntag (6. März) wird zu Gebetsstunden vor dem Allerheiligsten eingeladen, um 15 Uhr gestaltet von der Frauengemeinschaft (KFD), um 16 Uhr von der Kolpingfamilie über „Jesus und der Friede“. Um 16.30 Uhr wird abschließend der feierliche eucharistische Segen erteilt.

„An ihren Früchten erkennt ihr sie“

Am zweiten und dritten Fastensonntag wird um 18 Uhr zu Fastenpredigten eingeladen. Am 13. März wird Pfarrer Döner von der evangelischen Kirchengemeinde das Evangelium vom Sonntag auslegen. Am 20. März wird der Theologe Dr. Andreas Fisch vom Sozialinstitut Kommende in Dortmund des Erzbistums Paderborn anhand des Tagesevangeliums Gedanken über das Erscheinungsbild der Christen in der heutigen Zeit vortragen – unter dem Thema „An ihren Früchten erkennt ihr sie“.

Für den vierten Fastensonntag ist eine kirchenmusikalische Andacht geplant. An jedem Freitag um 19 Uhr besteht die Gelegenheit, in der Kreuzwegandacht Jesus auf seinem Leidensweg zu begleiten. Jeden Montag wird um 17 Uhr der Rosenkranz für den Frieden gebetet.

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