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Kulturwiesen: Finale mit den Greenbeats

Fulminanter Trommelwirbel

Alverskirchen

Was für ein starker Abschluss. Die Kulturwiesen in Alverskirchen haben zum Abschluss am Sonntag das Trommel-Percussion-Ensemble „Greenbeats“ zu Gast. Und das liefert eine grandiose und mitreißende Show ab. Da bleibt kaum einer der 500 Kulturfreunde auf der Wiese am Hof Schulze-Wettendorf still auf den Stühlen sitzen.

Von Marion Bulla

Spielfreude pur: Das Trommel-Percussion-Ensembles „Greenbeats“ Foto: Marion Bulla

„Wir sind so happy, hier zu sein. In Alverskirchen, wir sollten auf keinen Fall Everswinkel sagen“, merkt Marion Gutzeit an, die die Gäste mit Infos zu den Sounds versorgt, und schon nimmt das atemberaubende Trommel-Intermezzo seinen Lauf. Mehr als 80 knallgrüne Trommeln, einige Pauken und Becken sind auf der Bühne platziert. Insgesamt sind fast 100 Instrumente an diesem Abend im Einsatz. Das Repertoire der Band ist vielfältig. Im Gepäck haben sie am Sonntag unter anderem alte Klassiker, die sie natürlich auf ihre ganz spezielle Art aufgepimpt haben. Los geht es mit „Charlie Charlübbsie“. Neben kräftigen Grooves gibt es hier ebenso melodiöse Stellen und einige Soli. Das Publikum ist schon jetzt hin und weg.

Spektakulär und mitreißend: Die Greenbeats. Foto: Marion Bulla

Etwas leiser, aber dafür nicht weniger rhythmisch geht es weiter. Die Musikerinnen und Musiker stehen nicht nur auf der Bühne, nein sie tanzen, feixen und springen herum. Dann hat Benjamin Gutzeit mit dem Schlagzeug seinen Auftritt. Er steht musikalisch im Dialog mit einer kleinen Trommel im Hintergrund. Wie bei allem, merkt man ihm die Freude am Spiel an. Er strahlt geradezu.

Ein ganz besonderes Instrument ist die Triple-Base. Drei übereinandergestapelte Drums, die sich unabhängig voneinander drehen. Ein tolles Bild. Außergewöhnlich ist auch die Auswahl der Dinge, auf denen sie mit ihren Sticks trommeln und professionelle Klänge hervorrufen. Da sind zum einen die Einkaufswagen, aber auch aus Holzhockern, lassen sich ganz prima Töne zaubern – wenn man die Kunst beherrscht. Und die Band hat‘s drauf. „Man musste sich erst entwickeln. Wir haben damals mit Mülltonnen angefangen“, wirft Marion Gutzeit ein.

Spektakulär und mitreißend: Die Greenbeats. Foto: Marion Bulla

Nach der Pause bedienen sich die Bandmitglieder der Pyrotechnik. Vor den Trommeln steigen gleißende Feuerfontänen in die Luft. Spektakulär. Die Band ist bestens aufgelegt, ebenso wie ihre Zuhörer. 1000 Hände und Füße bilden zu den Beats eine überaus starke Rhythmus-Gemeinschaft.

Nach mehr als zwei Stunden enden die Kulturwiesen mit frenetischem Applaus und ein wenig Wehmut. „Es war anstrengend, aber wunderschön“, gesteht der Gastgeber Henrik Schulze Wettendorf.

Spektakulär und mitreißend: Die Greenbeats. Foto: Marion Bulla
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