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Mitgliederversammlung des SC DJK Everswinkel

Geschäftsführende Aufgaben verteilt

Everswinkel

Nach dem Ausscheiden des ehemaligen Geschäftsführers Josef Riesenbeck konnte der SC DJK Everswinkel keinen Nachfolger finden. So entschied sich der Verein zu einer Satzungsänderung. Ab sofort werden die Aufgaben auf einen geschäftsführenden Vorstand verteilt.

Von Karina Linnemann

Der neue geschäftsführende Vorstand des SC DJK mit (v.l.) Carmen Günnewig, Stefan Dieckmann, Daniel Edling, René Kruse, Martin Steinbach, André Henning, Ina Overbeck, Markus Schöfbeck, Dieter Rengers, Marion Kemker, Verena Kortmann und Heinz Steinhoff. Foto: Karina Linnemann

Ein aufgrund der Corona-Phase schon ungewohntes Bild bot sich im Saal des Gasthofs Strietholt. Etwa 60 Mitglieder des SC DJK Everswinkel hatten sich dort zur Mitgliederversammlung eingefunden. Bürgermeister Sebastian Seidel begrüßte zum Auftakt die Teilnehmer mit ernüchternden Worten.

„Es scheint so, dass leider eine Krise auf die andere folgt. Diese hier ist vielleicht schlimmer als die vorherige“, sagte er. Denn während die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie endlich ein Ende zu nehmen schienen, stünde mit dem Krieg in der Ukraine eine neue Herausforderung an. „Millionen Menschen sind auf der Flucht und einige davon auch schon unterwegs zu uns in die Gemeinde. Ich bitte jeden von Ihnen, Hilfe anzubieten, wo es geht. Integrieren Sie die Menschen etwa bei Sportveranstaltungen und melden Sie sich gerne bei der Gemeinde, wenn Sie Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen möchten.“ Nichts scheint mehr so zu sein, wie es mal war. Dem schloss sich auch Pfarrer Pawel Czarnecki an. „Leider scheint in der jetzigen Zeit nichts mehr selbstverständlich zu sein. Ich bin umso glücklicher, dass hier in Everswinkel jeder sein Bestes gibt, das dörfliche Leben mitzugestalten. Insbesondere auch der SC DJK.“

Präventionsschulungen gegen sexualisierte Gewalt

Marion Kemker, die neben ihrer Funktion als Mitglied des Vorstandes erstmalig als DJK-Diözesanvorsitzende dabei war, dankte für die offenen Worte und machte sich selbst für ein anderes wichtiges Thema stark. „Es ist eine Herzensangelegenheit für mich, dass wir uns innerhalb des Vereins nun Präventionsschulungen gegen sexualisierte Gewalt widmen.“ Zum Glück sei im Verein bisher nie ein Fall bekannt geworden, „aber wir sollten ein Gespür dafür bekommen und Übergriffe, auch im häuslichen Umfeld, nicht unbemerkt lassen“.

„Corona hat wieder vieles lahmgelegt. Bis Ende Februar konnten gar keine Sportveranstaltungen angeboten werden. Im Mai konnten endlich die Hallen geöffnet werden, aber die Angebote waren natürlich begrenzt und immer von Test- und Impfvorgaben begleitet“, erklärte der Vorsitzende Martin Steinbach im Geschäftsbericht 2021. Sehr erfreut war er vom Verständnis seitens der Mitglieder und der anhaltenden Treue zum Verein. „Wir konnten im vergangenen Jahr sogar 34 neue Mitglieder begrüßen.“ Großen Erfolg hatte die 1. Damenmannschaft mit der Aufstiegsrunde in die dritte Liga, und die 1. Mannschaft der Volleyball-Herren ist in die Landesliga aufgestiegen.

Sehr erfreut zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende Markus Schöfbeck über die Umrüstung der Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz auf LED-Technik. „Die Ausführung soll in der zwölften Kalenderwoche beginnen. Wir erhoffen uns eine entsprechende Ersparnis bei den Stromkosten.“ Die Planung der neuen Tennisplätze am Sportplatz inklusive eines Raumes für die Sportschützen sei noch in der Abstimmung mit der Gemeinde.

Wolfgang Kaschny (l.) erhielt aus den Händen des Vorsitzenden Martin Steinbach die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft. Foto: Karina Linnemann

Schatzmeister Dieter Rengers trugt den Finanzbericht vor und musste zwar einen Gesamtverlust von rund 6000 Euro vermelden, konnte diesen aber schnell ins Positive rücken. „Im vergangen Jahr wurde die Zisterne am Sportpark neu beziehungsweise umgebaut. Hierdurch entstanden Kosten von 26.000 Euro. Hinzu kommt ein Gutachten für die Aschebahn in Höhe von 4000 Euro. Beide Beträge hat der Verein gezahlt und erhält sie dieses Jahr von der Gemeinde zurück.“ Der Vorstand wurde entlastet.

Für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Leo Stuppe Foto: Karina Linnemann

Weil nach dem Ausscheiden des ehemaligen Geschäftsführers Josef Riesenbeck kein neuer Geschäftsführer für den Sportverein gefunden werden konnte, regte der Vorstand eine Satzungsänderung an. Demnach sollen die Aufgaben nun auf einen geschäftsführenden Vorstand verteilt werden. „Der Entwurf konnte in den vergangenen Wochen eingesehen werden und der Landesportbund hat uns in allen rechtlichen Fragen beraten“, sagte Dieckmann. Bei der Wahl des neuen geschäftsführenden Vorstandes wurde Steinbach ebenso wie seine Stellvertreter Schöfbeck und Heinz Steinhoff wiedergewählt. Schatzmeister Dieter Rengers wurde wie die Sportwarte Marion Kemker und Stefan Dieckmann bestätigt. Ums Marketing kümmert sich weiterhin Verena Kortmann. Als Sozialwart neu im Amt ist Daniel Edling. Beisitzer sind Ina Overbeck und Carmen Günnewig; Constanze Schneider und Norbert Vechtel sind Kassenprüfer.

Weiterer Bericht folgt.

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