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WN-Serie über Ausbildungsmöglichkeiten

Edelstahlmanufaktur MWE: Handwerk und High-Tech

Everswinkel

Die „MWE Edelstahlmanufaktur GmbH“ steht für deutsche Wertarbeit in Reinform. Hoch qualifizierte, manuelle Fertigung und Hightech-Verfahren wie modernste CNC-Bearbeitungszentren mit neuestem Maschinenpark gehen dabei Hand in Hand. Die Premium-Produkte werden allein am Standort Everswinkel gefertigt und genießen international den besten Ruf. Klar, dass in dem Betrieb auch ausgebildet wird.

Von Klaus Meyer

Im Gewerbegebiet „Am Steinbusch“ ist die „MWE Edelstahlmanufaktur“ angesiedelt Foto: Klaus Meyer

„Manus“, lateinisch für die „Hand“, „factura“ für „machen“. Betriebe, die sich Manufaktur nennen, grenzen sich von Massen- und Fließbandproduktion ab und stehen für qualitativ wertiges Handwerk und Premium-Produkte. Zweifelsohne steht die „MWE Edelstahlmanufaktur“ für edle Produkte, für deutsche Wertarbeit, in der Funktion und Design miteinander verschmelzen. Die hochwertigen Beschläge für Türen, Duschbeschläge, Geländer, Treppen oder Leitern genießen einen Ruf mit weltweitem Radius. Seit 21 Jahren steht das Unternehmen von Mario Wille für individuelle Lösungen für Kunden. Alles made in Everswinkel.

Gerade auf dem Lande ist es für ein High-Tech-Unternehmen wie MWE nicht einfach, neue Fachkräfte zu gewinnen. „Es rücken zu wenig junge Leute nach, die wirklich noch einer handwerklichen oder sehr technischen Tätigkeit nachgehen wollen“, blickt Miriam Schumacher, Assistentin der Geschäftsführung, auf die Situation. Es habe bereits die Situation gegeben, dass man bestimmte Arbeitsplätze nur sehr schwer oder auch gar nicht besetzen konnte.

Miriam Schumacher, Assistentin der Geschäftsführung

Ähnliches gilt für den Ausbildungsbereich. „Vor allem im handwerklichen Bereich wird es von Jahr zu Jahr schwieriger.“ Schumacher sieht eine Ursache in der Entscheidung vieler junger Leute, nach dem Abitur ein Studium anzustreben. Seit 20 Jahren bietet das Unternehmen Ausbildungsplätze an. Vier junge Menschen sind es derzeit, die ihre berufliche Karriere in der Edelstahl-Manufaktur starten. Ausgebildet werden am Standort Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement, Zerspanungsmechaniker, technische Produktdesigner für Anlagen und Maschinenbau sowie Konstruktionsmechaniker.

Anspruchsvolle Ausbildungen, anspruchsvolle Berufsfelder. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben „flache Hierarchien, schnelle Entscheidungswege und Vertrauen“ am Arbeitsplatz. Junger Nachwuchs ist für eine ambitioniertes Unternehmen unerlässlich. Für Miriam Schumacher ist es ein Ansatz, das Thema Ausbildung im Allgemeinen und die Ausbildung in handwerklichen Berufen im Besonderen interessanter zu präsentieren, Appetit zu wecken bei jungen Menschen, die nach dem Schulabschluss vor der Frage stehen, ,wie gehts weiter?‘.

„Nach vielen Gesprächen mit Jugendlichen wird klar, dass es oft die Lehrer und Eltern sind, die ihre Schüler beziehungsweise Kinder eher in eine akademische Laufbahn lenken möchten.“ Das Studium gelte als bestmögliche Option. „Dabei kann und sollte nun mal nicht jeder studieren. Handwerk hat goldenen Boden – jeder, der schon mal händeringend einen Gas-Wasser-Installateur oder Elektriker gesucht hat, kann dies sicherlich bestätigen“, gibt sie zu bedenken.

Die allgemeinen Rahmenbedingungen und speziell auch die ländliche Lage machen die Suche nach geeigneten Azubis und Fachkräften laut Schumacher nicht leichter. Everswinkel sei „wunderschön“ und biete gerade jetzt in den Pandemiezeiten dank der Natur viel Freiraum und Bewegungsmöglichkeiten. „In einer größeren Stadt wie Münster ist es unserer Auffassung nach jedoch einfacher an gute Mitarbeiter zu kommen.“

Hinzu komme, dass die Attraktivität des Dorfkerns gelitten habe und sich der Einzelhandel immer mehr zurückziehe. Münster habe da – natürlich – im Bereich von Freizeit, Gastronomie und Einzelhandel viel mehr zu bieten. Viele Berufstätige und auch Ausbildungswillige würden heute einen weiteren Anfahrtsweg zum Arbeitsplatz scheuen. „Gestiegene Benzinkosten, Wohnungsmangel und die nach wie vor eher schlechte Erreichbarkeit mit dem Bus machen die Situation nicht leichter“, so Schumacher.

In diesem Jahr werden folgende Ausbildungsplätze besetzt: Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement und Zerspanungsmechaniker.

Ausbildungsplatz-Situation

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