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Gestrandete Zirkus-Familie gastiert am St. Magnus-Haus

Innenhof wird zur Manege

Everswinkel

Besondere Abwechslung für die Bewohner des Seniorenzentrums St.-Magnus-Haus: Der Innenhof der Einrichtung wurde zur Manege. Nachdem das Leitungsteam des Hauses in den vergangenen Wochen die Weichen für eine kleine Veranstaltungsreihe unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln gestellt hatte, gastierte jetzt die Zirkus-Familie Trumpf auf dem Gelände, um die Senioren zu unterhalten. Die Artisten sind vor vielen Wochen aufgrund der Corona-Krise im Gewerbegebiet von Everswinkel gestrandet.

wn

Exklusiver Auftritt des Zirkus Trumpf am St. Magnus-Haus. Fürs Foto posierten (v.l.) Leandro Trumpf, Sabrina Trumpf, Silvano Trumpf, Manfred Schickler (kniend), Francesco Trumpf, Samyel Trumpf, Darleen Trumpf, Jens Hinkemann und Bernhard Rotthege, stellvertretender Bürgermeister. Foto: St. Magnus-Haus

Eine große Freude bereitete der Zirkus der Familie Trumpf den Bewohnerinnen und Bewohnern des St. Magnus-Hauses. Mit einem Open-Air-Auftritt im Innengarten begeisterte die Artistenfamilie mit Jonglage und Balance-Akten, mit Clownerie und einem spektakulären Feuerschlucker-Auftritt. Damit ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, denn bereits im April war die Idee aufgekommen, den in Everswinkel gestrandeten Zirkus der Familie Trumpf für eine Vorstellung einzuladen.

Aufgrund der damals noch schwer einzuschätzenden Corona-Situation waren die Planungen auch in Rücksprache mit dem Ordnungsamt schweren Herzens verworfen worden, heißt es seitens der Hausleitung. „Zu groß war für alle Beteiligten das Risiko einer möglichen Infektion mit dem Virus, zu unstet die verschiedenen Verordnungen zum Thema und die damit verbundenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen.“ In den vergangenen Wochen wurde dann hausintern ein Konzept für die Veranstaltungsreihe „Draußen für drinnen“ erarbeitet, so dass nach Möglichkeit wöchentlich im Innenhof sowie auf der Terrasse der Wohngemeinschaften kleine Aktionen durchgeführt werden können – selbstverständlich mit genügend Abstand zueinander und ohne eine Vermischung der einzelnen Wohnbereiche und Wohnesszimmer. Da diese Veranstaltungen draußen stattfinden, können auch die Mieter und Mieterinnen des Betreuten Wohnens einen Blick von ihren Balkonen erhaschen oder einfach nur zuhören.

Ein Hauch von Manegen-Atmosphäre im Innenhof des Seniorenzentrums – dafür sorgte die Zirkus-Familie Trumpf. Foto: St. Magnus-Haus

Bisher engagierten sich musikalisch und kreativ bewanderte Ehrenamtliche, eine Kleingruppe aus dem St.-Magnus-Kindergarten ebenso wie das Swing-Trio „Die Syncopators“, das mit einem schwungvollen Programm mit Schlagern der 1920er und 1950er Jahre eine Stunde bester Unterhaltung bot. Somit passte es gut ins Konzept, als sich Swen Wolke von der Firma farmsaat meldete und anbot, einen Auftritt der Zirkusfamilie im St.-Magnus-Haus zu unterstützen. In Rücksprache mit Bürgermeister Sebastian Seidel, der beim Zirkus-Auftritt von seinem Stellvertreter Bernhard Rotthege vertreten wurde, kam das grüne Licht für den Auftritt unter Corona-Bedingungen. „Wir sind Herrn Wolke und Herrn Seidel sehr dankbar dafür, dass sie die Aktion so freundlich und motiviert fördern“, freuten sich Jens Hinkemann und Linda Altewische von der Hausleitung.

Ihren Auftritt am Seniorenzentrum nutzte die Zirkusfamilie auch, um sich auf diesem Wege auch bei den Bürgerinnen und Bürgern dafür zu bedanken, dass sie bereits seit geraumer Zeit in Everswinkel unterkommen dürfen. Gleichzeitig hoffen sie auch auf weitere Spenden für die Zirkus-Kasse, da auch weiterhin und auf unbestimmte Zeit nicht mit Einnahmen zu rechnen sei.

Wer den Zirkus für einen Auftritt planen oder mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich an Sabrina Trumpf,  0173/1 54 57 25, wenden.

„Draußen für drinnen“: Das Trio „Die Syncopators“ bot jüngst mit Schlagern der 1920er und 1950er Jahre beste Open-Air-Unterhaltung. Foto: St. Magnus-Haus
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