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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Everswinkel

Standing Ovations für Heinrich Schröder

Everswinkel

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Everswinkel wurde der ehemalige Wehrführer Heinrich Schröder ausgezeichnet. 115 Anwesende feierten ihn mit Standing Ovations.

Von Christopher Irmler

Bürgermeister Sebastian Seidel, Wehrführer Frank Becker und Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann (4.v.r.)gratulierten den Jubilaren Stefan Göcke, Robert Lindart, Klemens Averbeck, Heinrich Schröder, Stephan Koll und Dietmar Rolfes. Foto: Christopher Irmler

Es war ein besonderer Moment in der Festhalle, als sich am Freitagabend die 115 Anwesenden von ihren Plätzen erhoben. Schließlich zeichnete Frank Becker, Leiter der Feuerwehr, zwei langjährige Kameraden für das Erreichen herausragender Meilensteine aus. Dietmar Rolfes erhielt coronabedingt nachträglich eine Auszeichnung für seine nun 50 plus einjährige Mitgliedschaft, der einstige Wehrleiter Heinrich Schröder nahm unter dem langanhaltenden stehenden Applaus der Kameraden seine Urkunde entgegen.

Zuvor waren Klemens Averbeck, Stephan Koll, Robert Lindart und Stefan Göcke für jeweils vier Jahrzehnte in der Feuerwehr geehrt worden. Auf 35 Jahre aktive Dienstzeit blickten Michael Erben, Matthias Lindart, Jörg Welzel, Martin Welzel und Markus Zepke zurück, bei Florian Gromke, Dieter Leuter und Timo Sand war der Dienstantritt ein Vierteljahrhundert her. Am Beginn ihrer Laufbahn als Blauröcke stehen Anna Kaup und Michael Huster, die vom Rang des Anwärters zu Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann befördert wurden.

Veränderungen im Fuhrpark

Die Bereitschaft, sich einzubringen, sei weiterhin hoch, wie Frank Becker in seinem Bericht darlegte. 58 Kameraden absolvierten demnach erfolgreich Lehrgänge und Seminare, in deren Verlauf 2631 Stunden geleistet wurden. „Danke, dass ihr eure Freizeit opfert, um euch aus- und fortzubilden.“ Ferner kündigte Becker Veränderungen im Fuhrpark an. Er erwarte die Auslieferung des HLF 20 Alverskirchen für das vierte Quartal 2024, bereits im dritten Quartal sei mit einer neue Drehleiter zu erreichen. Im TEO-Verbund stünden die Einführung einer neuen Software, ein Brandschutzbedarfsplan und die Umsetzung eines ABC-Konzepts auf der Agenda.

Für den Löschzug Alverskirchen legte Alexander Wiesmann einen detaillierten Bericht vor. Der Zug zähle 42 Kameraden, die im Jahr 2022 60 Einsätze leisteten. Der 66 Aktive zählende Löschzug Everswinkel rückte zu 30 Brandeinsätzen aus und leistete 55-mal technische Hilfe, wie Löschzugführer Markus Averbeck zusammenfasste. Averbeck erinnerte an das 140-jährige Bestehen, das im letzten Jahr gebührend gefeiert worden sei.

Bürgermeister Sebastian Seidel

Pandemie durch Gemeinschaft gut überstanden

„Es geht nur gemeinsam“, verwies Bürgermeister Sebastian Seidel in seinem Grußwort auf die Herausforderungen durch Corona und Ukrainekrieg und hob zugleich die enge Zusammenarbeit von Wehr und Gemeinde hervor. „Was ihr leistet ist in Geld nicht aufzuwiegen, wir können wirklich stolz sein. Vielen Dank für euren Einsatz.“ Zudem versprach er konkrete Resultate. In Alverskirchen liefen vielversprechende Gespräche mit einem Grundstückseigentümer; der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses im Gewerbegebiet Kleikamp werde konkreter.

Das traditionelle Schlusswort hatte Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann. Neben seinem Fazit, die Pandemie gemeinschaftlich recht gut überstanden zu haben, thematisierte er die Silvesterübergriffe auf Rettungskräfte in Berlin. „Das haben wir leider auch im Kreis Warendorf. Da müssen wir entgegenwirken.“ Es gelte, die Einsatzkräfte besser zu schützen, so seine Forderung in Richtung Politik. „Ziehen Sie das durch - nicht nur schöne Sonntagsreden“, forderte er unter dem Beifall der Versammlung.

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