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Verkehrsverein übergibt Unterschriften

Kampf um den Erhalt der Post-Bank

Everswinkel

Seit September hatte der Vorstand des Verkehrsvereins eifrig um Unterstützung in Form von Unterschriften geworben, um die angekündigte Kündigung der Postbank zum Ende des Jahres vielleicht doch noch aufhalten zu können. Das Ergebnis wurde jetzt dem Bürgermeister präsentiert.

-km-

Präsentation der gesammelten Unterschriften: Bürgermeister Sebastian Seidel, Dieter Ostrop, Thomas Biene-Hornscheidt, Hans-Werner Seppmann und Sarah Häbel (alle Verkehrsverein, v.l.). Foto: Klaus Meyer

„Es ist uns gelungen, 860 Unterschriften zu bekommen gegen den Wegfall der Postbank, das war gar nicht so schwer“, bilanzierte Hans-Werner Seppmann am Mittwoch. Zur Präsentation der Unterschriftenliste hatte die Verkehrsvereinsspitze auch Bürgermeister Sebastian Seidel eingeladen. Seppmann spielte auf den Slogan „Mein Everswinkel“ an und zeigte sich überzeugt, „dass das zumindest bei einem Teil der Everswinkeler gefruchtet hat“. Weniger gefruchtet hat offenbar der Schriftverkehr mit der Postbank. Das letzte Schreiben des Verkehrsvereins datiere vom 15. November, Antworten habe man nicht bekommen, so Seppmann, der noch einmal sein Unverständnis über die Kündigung äußerte.

„Wir werden vermutlich nichts gegen die Zentralisierung tun können. Aber wenn wir nichts machen, passiert gar nichts“, betonte Seppmann für den Vorstand, der dem Bürgermeisters gerne die Unterschriften zwecks Weiterleitung übergeben hätte. Seidel machte aber deutlich, dass er der falsche Ansprechpartner und es eine Unternehmensentscheidung sei. „Da reichen auch meine Drähte nach Düsseldorf nicht.“ Er könne nur moralische Unterstützung leisten. Einen unvermittelten Vorstoß von Seppmann, ob der Bürgermeister denn seine Unterschrift unter ein Begleitschreiben zu den Unterschriftenlisten an die Postbank setzen würde, lehnte der sich etwas überfallen fühlende Verwaltungschef ab. „Da hätte ich mir gewünscht, dass Sie mich vorher darüber informieren.“

Der Kampf um die Postbank dürfte ein verlorenes Gefecht sein. Für die Postbank zählt die reine Wirtschaftlichkeit – und die sei an diesem Standort nicht mehr gegeben, heißt es.

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