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Regelung am Beispiel des Deutschen Milchkontors

3G am Arbeitsplatz: Kein Zutritt ohne Nachweis

Everswinkel

Seit dem 23. November gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Für Unternehmen bedeutet die Umsetzung eine Menge Aufwand. Vertrauen war gut, jetzt ist die Kontrolle nicht nur besser, sondern auch Pflicht. Für das Deutsche Milchkontor mit seinen vielen Standorten, Mitarbeitern und externen Besuchern wie Spediteuren, Dienstleistern und Lieferanten ist die Umsetzung der behördlichen Vorgaben „natürlich eine große Aufgabe“, wie eine Unternehmenssprecherin gegenüber unserer Zeitung erläutert.

Von Klaus Meyer

Was auf den ersten Blick wie ein Pavillon für Raucher wirkt, ist die 3G-Kontrollstelle am Pförtnerhäuschen des Deutschen Milchkontors in Everswinkel. Ohne entsprechenden Nachweis ist hier für Angestellte, Spediteure oder Dienstleister Endstation. Foto: Klaus Meyer

„Die Beschäftigten müssen vor arbeitsbedingten Infektionsrisiken geschützt werden, gerade auch dann, wenn Tätigkeiten nicht in der Wohnung ausgeführt werden können.“ Eine Feststellung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die jüngst im Infektionsschutzgesetz noch erweitert wurde. „Arbeitgeber und Beschäftigte müssen bei Betreten der Arbeitsstätte eine Impf- und Genesenen-Nachweis oder eine aktuelle Bescheinigung über einen negativen Coronatest mitführen.“ Das ist zwangsläufig mit einigem Aufwand verbunden. Für ein Unternehmen wie die DMK Group mit zahlreichen Standorten in verschiedenen Bundesländern, tausenden Mitarbeitern sowie über die Logistikketten eine große Zahl an „Außenwelt“-Kontakten hat, eine echte Herausforderung.

Wer am Everswinkeler Werk vorbeikommt, mag sich noch fragen, was denn der neuerdings am Pförtnerhaus platzierte mobile Garten-Pavillon wohl für eine Funktion haben mag. Genau diese: die Kontrolle des 3G-Status. „Unsere ,Task Force‘ verfolgt alle Entwicklungen rund um das Thema Corona jedoch sehr genau, so dass wir mit Bekanntgabe der verpflichtenden 3G-Regelung die Prüfung des individuellen 3G-Status an unseren Standorten umgehend umsetzen konnten“, erklärt Unternehmenssprecherin Vera Hassenpflug auf WN-Anfrage. Schnell habe man registriert, „dass das sehr gut läuft und sowohl von den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, als auch von externe Dienstleistern oder Besuchern gewissenhaft umgesetzt wird“. Ohne entsprechenden 3G-Nachweis komme vom Angestellten über Fremdfirmen und Spediteure bis zu Besuchern niemand aufs Firmengelände.

Vera Hassenpflug, Unternehmenssprecherin DMK Group

Das Unternehmen halte zudem weiterhin an der Home-Office-Pflicht für die Angestellten fest, bei denen dies gemäß ihrer Arbeit möglich ist. „Meetings und Dienstreisen sind nur bei betrieblicher Notwendigkeit durchzuführen – dann entsprechend mit 3G-Nachweis. Geimpfte und Genesene müssen sich dazu vorab zusätzlich testen“, zeigt Hassenpflug auf.

Das DMK setze sich zudem verstärkt fürs Impfen ein. Das geschieht einerseits über regelmäßige Infos zu Impfkapazitäten in Impfzentren und bei Hausärzten und andererseits über direkte Impf-Angebote an etlichen Werk-Standorten. Auf dem Gelände des Everswinkeler Werks habe ein externer Dienstleister eine Impfstation eingerichtet, in der eigene und DMK-Mitarbeiter geimpft würden.

An ein Angebot wie beim Telgter Unternehmen Hygi, wo an drei Dezember-Samstagen geimpft wird und auch Bürger einen der insgesamt 4500 Impfplätze ergattern konnten, ist beim Deutschen Milchkontor nicht zu denken. „Das liegt zum einen daran, dass wir keine eigenen Impfärzte haben, also auch bei unseren eigenen Mitarbeitern auf externe Ärzte angewiesen sind, zum anderen auch am administrativen Aufwand, der in diesem Fall von uns abgedeckt werde müsste.“ Das sei angesichts der ohnehin schon zu leistenden Umsetzung von 3G nicht leistbar.

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