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Zum Jubiläum eine Skulptur für die Bürgerschaft

Kunststück des Kulturkreises

Everswinkel

Knapp 240 Stunden Arbeit investierten Christian Vlasak und Stefan Knauer in die Fertigstellung der großen Engels-Skulptur, die nun feierlich enthüllt wurde.

Von Christopher Irmler

Die feierliche Enthüllung lockte viele Gäste in das Gewerbegebiet Grothues. Foto: Christopher Irmler

In 25 Jahren, so blickt Herbert Schulze am Freitagnachmittag zurück, habe der Kulturkreis viele Veranstaltungen auf die Beine stellen können. Nun sollte etwas hinzukommen, was bleibe und Spuren hinterlasse. „Wir haben überlegt, was wir Everswinkel schenken können. Etwas, woran alle Spaß haben“, sagt Marjolein van Dijk vom Arbeitskreis Bildende Kunst. Bereits seit anderthalb Jahren war das große Kunstprojekt in Planung, Ende 2019 kontaktierte sie den Künstler Christian Vlasak. Nach mehreren Monaten lag der Entwurf vor: eine große Engels-Skulptur, die nun feierlich im Gewerbegebiet Grothues enthüllt wurde. Unterstützung erhielt Vlasak von seinem Freund Stefan Knauer. „Bei ihm kommen Kreativität und handwerkliches Geschick zusammen. Das finde ich einfach faszinierend“, lobt der stellvertretende Vorsitzende Herbert Schulze den Protagonisten dieses Nachmittags.

Christian Vlasak

Knapp 240 Stunden Arbeit, so schätzt Vlasak, habe das Duo investiert – alles in der Freizeit des gelernten Metallbauers. „Ja, es ist war schon eine Fleißarbeit und manchmal auch monoton“, blickt Vlasak zurück. „Wenn man zwölf Stunden an einem Oberschenkel baut und dann merkt, dass der zweite ja auch noch kommt...“ Aber er habe die aus unzähligen kleinen Elementen bestehende Edelstahl-Skulptur gerne erstellt. Die große Resonanz am Tag der Enthüllung und die positiven Reaktionen dürften ihn bestätigt haben.

Die Standortfrage erläuterte van Dijk. Während die Installation der Silberkugel in Richtung Sendenhorst zeige, sei nun Warendorf in den Blick geraten. „Im Dorf selbst kommt diese Figur nicht so zur Geltung“, ist sie sicher. In Kürze sollen hochwertige Strahler installiert werden, sodass das Werk auch im Dunkeln die gewünschte Wirkung beim Betrachter erzielt. Die Wiese nahe der K3 biete auch Radfahrern die Gelegenheit, spontan anzuhalten und hier zu picknicken.

Einen Teil der Kosten trägt der Kulturkreis, der damit der Vitusgemeinde ein Geschenk machen möchte. Die Gemeinde wiederum stellte die Fläche für das insgesamt gut 120 Kilogramm schwere Objekt zur Verfügung und stellte die Stromversorgung sicher. Besonders dankten die Aktiven des Kulturkreises auch jenen 15 Sponsoren, die mit „erheblichen Beträgen“, so Schulze, zur Realisierung des Vorhabens beigetragen haben. Besonders die unmittelbare Nachbarschaft im Gewerbegebiet sei sehr aufgeschlossen und spendabel gewesen.

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