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Therapie-Begleithündin Lotta im St.-Magnus-Haus

Lotta sorgt für Lebensfreude

Everswinkel

Lotta ist eine fast zweijährige Großpudelhündin und folgt Laura Steinhoff auf Schritt und Tritt. Sie gehorcht aufs Wort und hat ihre einjährige Ausbildung zum Therapiebegleithund erfolgreich abgeschlossen. Das sind ideale Voraussetzungen für Lottas „Mission“ im St. Magnus-Haus Everswinkel.

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Agnes Urich freut sich riesig über den Besuch von Therapiebegleithund Lotta. Die Großpudelhündin ist mit Studentin Laura Steinhoff regelmäßig im St. Magnus-Haus und öffnet die Herzen der Bewohnerinnen und Bewohner. Foto: Bettina Goczol

Lotta ist eine fast zweijährige Großpudelhündin und folgt Laura Steinhoff auf Schritt und Tritt. Sie gehorcht aufs Wort und hat ihre einjährige Ausbildung zum Therapiebegleithund erfolgreich abgeschlossen. Das sind ideale Voraussetzungen für Lottas „Mission“ im St. Magnus-Haus Everswinkel. Denn wenn Lotta mit Laura Bewohnerinnen und Bewohner trifft, dann spiegelt sich pure Freude in den Gesichtern.

Hunde bringen Nähe, spenden Wärme und sind eine Art Türöffner. „Lotta ist ein Brückenbauer für die älteren Menschen. Man kommt gut miteinander ins Gespräch, weil viele Bewohnerinnen und Bewohner früher selbst Hunde hatten“, meint Laura Steinhoff, die gebürtig aus Everswinkel kommt und im Rahmen ihres Studiums der Sozialen Arbeit jüngst ihr Praxissemester im St. Magnus-Haus absolvierte und auch weiterhin mit Lotta ins Haus kommt.

Streicheln, füttern, die positive Reaktion des Hundes erleben – all das zaubert den älteren Menschen ein Lächeln ins Gesicht. „Wenn Lotta mitgeht und im Raum ist, ist gleich mehr Offenheit da und eine emotionale Ebene, die ohne Worte auskommt“, beobachtet Christian Uti vom Begleitenden Dienst. Gerade für Menschen mit Demenz sei das wichtig. „Sie haben oft einen guten Zugang zu Hunden und reagieren wacher und aufmerksamer“, beschreibt Jens Hinkemann von der Hausleitung einen weiteren positiven Effekt.

Auch Agnes Urich, die seit mehr als zwei Jahren im St. Magnus-Haus lebt, freut sich über Lottas Besuche und knüpft gerne an die Erinnerung an ihren eigenen Hund an. Wenn sie mit Lotta spielt, sie streichelt und ihr ein Leckerchen gibt, scheint sie die Welt um sich herum völlig zu vergessen. Als Therapie-Begleithund ist Lotta immer in Begleitung von Laura Steinhoff im Einsatz; darin liegt der Unterschied zu einem Assistenzhund.

Im Rahmen der Ausbildung absolvierte Lotta viele praktische Einsätze im Umgang mit Kindern, Senioren oder Menschen mit Behinderung. Auch im St. Magnus-Haus war einmal wöchentlich Lottas Ausbilder und Mentor zu Besuch und machte sich ein Bild von ihrer Entwicklung. Lottas Ruhe und Geduld, ihre Toleranz für ausgiebige Streicheleinheiten und ihr ausgeprägter Gehorsam sind kein Zufall, sondern Ergebnis einer konsequenten Erziehung.

Tag des Hundes am Sonntag

Am Sonntag, 13. Juni, ist der Tag des Hundes, der 2010 vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. ins Leben gerufen wurde, um die wichtige Bedeutung des vierbeinigen Begleiters in der Gesellschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht nur dann, wenn sie wichtige Aufgaben – etwa als Rettungs- oder Blindenführhund – wahrnehmen, sondern einfach so, als kleine und große Helden des Alltags. Der Hund ist laut VDH „ein wichtiger Gefährte. Er schafft Vertrautheit und Geborgenheit, ist emotionale Stütze und sorgt für Bewegung an der frischen Luft.“ Viele Menschen hätten sich in diesem und vergangenem Jahr den Wunsch nach einem Hund erfüllt. „Die Phase des Rückzugs in die eigenen vier Wände war auch ein günstiger Zeitpunkt, sich einen Hund anzuschaffen.“ Der VDH ist die führende Interessensvertretung aller Hundehalter in Deutschland und erste Adresse rund um das Leben mit Hund, dem Hundesport und die Hundezucht. Als Dachorganisation für 175 Mitgliedsvereine repräsentiert der VDH mehr als 600 000 Mitglieder. Der Tag des Hundes wird normalerweise als Aktionswochenende mit zahlreichen Events gefeiert, doch das ist wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht möglich. Aktuelle Botschafterin des Hundes ist die Schauspielerin Sanna Englund. Ihr Vorgänger war Schauspieler und Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink, der am besten mit seiner Ehefrau Maren sowie seinem Labrador Retriever Atze und Beagle-Mischling Holly ausspannen kann.

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