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Aktueller Energiebericht der Gemeinde vorgestellt

Maßnahmen zeigen Wirkung

Everswinkel

Der jüngste Energiebericht der Gemeinde lässt hoffen: Laut Gemeinde verzeichne man innerhalb einer Dekade einen Rückgang der CO2-Emissionen von 24 Prozent.

Von Christopher Irmler

Positives Beispiel: In der Kehlbachhalle verzeichnete die Verwaltung nahezu eine Halbierung des Gasverbrauchs. Foto: Meyer

Es waren positive Nachrichten, die Bernd Schumacher am Dienstagabend den Mitgliedern des Bau- und Vergabeausschusses überbringen konnte. Der stellvertretende Leiter des Amts für Planen, Bauen und Umwelt präsentierte den aktuellen Energiebericht der Gemeinde.

Das Gros der 25 kommunalen Gebäude schneide in den Kategorien Strom, Wasser und Wärme im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich gut ab. In der Wärmeversorgung sei in den Jahren 2010 bis 2020 eine Einsparung von etwa 27 Prozent erreicht worden, der aktuelle Stromverbrauch liege um elf Prozent unter jenem des Jahres 2010. Letztgenanntes sei durchaus bemerkenswert, da die Gemeinde zwar einerseits in sparsame LED-Beleuchtungen, andererseits in einen energieintensiven Serverraum, zusätzliche Computer und Ausstattung in Verwaltung und Schulen investiert habe.

Laut Gemeinde verzeichne man damit innerhalb einer Dekade einen Rückgang der CO2 -Emissionen von 24 Prozent. Besonders mit Blick auf gestiegene Energie- und Wasserkosten werde eine energetische Gebäudesanierung auch aus wirtschaftlicher Perspektive immer wichtiger.

Witterungsbereinigung bei der Datenerhebung

Bei der Datenerhebung finde eine Witterungsbereinigung statt, wie Schumacher betonte. Sprich: Der Bericht unterscheidet zwischen harten und milden Wintern, setzt den Heizenergieverbrauch ins Verhältnis zu den Außentemperaturen.

Durch die regelmäßigen Messungen fielen der Verwaltung derweil auch Besonderheiten auf. Während der Stromverbrauch der Grundschule Alverskirchen deutlich unter dem Durchschnitt lag, fiel die dazugehörige Turnhalle mit extrem hohen Werten auf. Auch der Gasverbrauch sei deutlich gestiegen. Die Halle sei mit neuen Fenstern und einer Lüftungsanlage modernisiert worden. „Irgendwas stimmt mit der Einstellung nicht“, räumte Bernd Schumacher ein. Die Probleme seien bekannt und sollen behoben werden.

Kehlbachhalle als positives Beispiel

Die Kehlbachhalle hingegen sei ein positives Beispiel. Hier verzeichnete die Verwaltung nahezu eine Halbierung des Gasverbrauchs. „Die Maßnahmen zeigen Wirkung“, befand Schumacher. In jüngerer Vergangenheit hätten allerdings auch coronabedingte Nutzungseinschränkungen für gewisse Sondereffekte gesorgt. Das Ziel der Gemeinde bleibe, Gebäude so effizient und sparsam wie möglich zu machen.

Dazu gehöre unter anderem die Installation von Photovoltaik-Anlagen für den kommunalen Eigenbedarf, um weniger Strom zukaufen zu müssen.

Zugleich warnte Schumacher vor teurem Aktionismus. Eine vorhandene, funktionstüchtige Heizungsanlage müsse oder könne nicht zwangsläufig zeitnah etwa durch Wärmepumpen ersetzt werden.

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