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Trauer um Heinz Stumpe

Mehr als 60 Jahre Dienst für die Kirche

Everswinkel

Über 60 Jahre hat er sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde engagiert, war immer zur Stelle, wenn kirchliche Feste anstanden, und auch in den Gottesdiensten war er stets dabei. Am vergangenen Freitag (30.12.) ist Heinz Stumpe im Alter von 87 Jahren gestorben.

Heinz Stumpe engagierte sich über 60 Jahre in der Pfarrgemeinde St. Magnus.  Foto: Pfarrgemeinde

Die Nachricht von seinem Tod hat viele Gemeindemitglieder betroffen gemacht. Der frühere Küster und Organist der Kirchengemeinde, Willy Leuer, hatte damals den jugendlichen Heinz Stumpe angesprochen, ihm bei den „vielfältigen Aufgaben rund um den Kirchturm“ zu helfen. Diese Anfrage nahm Stumpe gerne an, war von da an die „rechte Hand Leuers, woraus sich auch eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Familien entwickelte.

Heinz Stumpe übernahm in den Jahren die Vertretungen der Küsterdienste sowohl für Willy Leuer als auch für Wolfgang Lindner und das Ehepaar Krass in deren Urlaubszeiten. Stumpe war zudem viele Jahre für die Pflege und Sauberkeit auf dem Kirchplatz zuständig. Parallel brachte er sich als „Vizeküster Stumpe“, wie er immer genannt wurde, ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen ein. „Sein handwerkliches Geschick war aufgrund des Maurerberufes so manches Mal gefragt, wenn Kleinigkeiten auszubessern oder zu verändern waren. Vor den Hochfesten im Kirchenjahr unterstützte Heinz Stumpe mit großer Leidenschaft den Auf- und Abbau der Tannen und der Weihnachtskrippe“, würdigt die Kirchengemeinde in einem Nachruf den Verstorbenen. Auch zu Ostern, bei den Erstkommunionfeiern, bei den Patronatsfesten oder den Pfarrfesten sei er immer zur Stelle gewesen.

„Engagiert erklärte er den Besuchern des Pfarrfestes die Glocken im Kirchturm und gab viele Informationen zur Konstruktion des Kirchturmes.“ Eine ganz besondere Aufgabe habe Stumpe als „Läuteküster“ bei den Prozessionen gehabt: Ausgerüstet mit einem Fernglas, beobachtete er die Prozessionen vom Kirchturm und ließ die Glocken erklingen, wenn an den Stationen der sakramentale Segen erteilt wurde. Die Daheimgebliebenen, vor allem die älteren und kranken Gemeindemitglieder konnten so von zu Hause aus die Prozessionen mitverfolgen und mitbeten.

Bei den Gottesdiensten hatte Stumpe - gekleidet im schwarzen Talar - seinen festen Platz im linken Chorgestühl. Der kurze Weg in die Sakristei ermöglichte es ihm, unauffällig den Messdienern beim Anzünden der Kerzen zu helfen. „Besonders erwähnenswert ist sein Einsatz als Messdiener. So war er der Initiator der ,Seniorenmessdiener'.“ Nach einer Anfrage des damaligen Pfarrers Franz Nottelmann übernahm Stumpe regelmäßig den Dienst des Ministranten in den morgendlichen Gottesdiensten. Mit dem Älterwerden bat Stumpe um Unterstützung, und Diakon Berni Butt gründete daraufhin die Gruppe der Seniorenmessdiener. 2011 wurde Heinz Stumpe für die 60-jährige Küstertätigkeit und weitere ehrenamtliche Aufgaben geehrt und verabschiedet. Die Pfarrgemeinde werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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