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Grundschüler ernten Kartoffeln

Mehr Pflege mit größeren Knollen belohnt

Alverskirchen

Jedes Schulkind der Grundschule St. Agatha Alverskirchen hatte seine eigene Kartoffelreihe auf dem Hof des Landwirts Christoph Gerd-Holling zugeteilt bekommen und war bis zur Ernte dafür verantwortlich. Der „Eigenversuch“ zum Thema „Gesunde Ernährung“ ist ein wichtiger Lernbereich der Grundschule.

Gemeinsame Aktion von Eltern und Kindern beim Entfernen des „Unkrauts“ bei der Kartoffelernte der Alverskirchener Grundschüler auf dem Hof Gerd-Holling. Foto: privat

Sie gehören seit Jahrzehnten zu den Lieblingsgerichten der großen und der kleinen Menschen, und da stellt sich mancher von ihnen schon mal die Frage, wo die Pommes frites eigentlich wachsen. Natürlich war den Kindern der Grundschule St. Agatha in Alverskirchen auch schon klar, dass die frittierten Stäbchen aus Kartoffeln hergestellt werden. Aber wie baut man diese Feldfrüchte eigentlich an, und wie werden sie geerntet?

Das sollte in bewährter Kooperation mit Landwirt Christoph Gerd-Holling im Eigenversuch geklärt werden, denn das Thema „Gesunde Ernährung“ ist ein wichtiger Lernbereich in der Grundschule. Seit mehreren Jahren schon bringt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsvereins den Schülern und Schülerinnen diesen Zweig der heimischen Landwirtschaft nahe. Mit großem Eifer waren im April die mittelfrühen Sorten in die vorbereitete Erde gesetzt worden (die WN berichteten). Jedes Schulkind hatte seine eigene Reihe zugeteilt bekommen und war ab dann bis zur Ernte allein dafür verantwortlich.

Reihen wurden auch in den Sommerferien gepflegt

Im Idealfall sollte, sobald die grünen Triebe der Pflanze sichtbar werden, das Anhäufeln durchgeführt werden, damit der Ertrag gut ausfällt. Als das Laub der Pflanzen im Spätsommer gelb wurde, kam endlich die große Stunde. Kinder, die ihre Reihe in der Zeit zwischen Aussaat und Ernte – nicht nur in der Schulzeit, sondern gleichermaßen in den Sommerferien – gepflegt hatten, konnten sich als Belohnung über größere Exemplare freuen. Die anderen waren aber trotz ihrer nicht ganz so üppigen Ergebnisse ebenfalls zufrieden. Immerhin wissen sie jetzt, wie der Anbau im Prinzip funktioniert.

Der neunjährige Ayham freut sich über seine erste gezogene Kartoffel. Foto: Foto: privat

Selbst wenn aus kleineren Erdäpfeln eher keine Pommes werden, für leckere Reibeplätzchen sind sie durchaus gut geeignet. Und der Teil der Ernte, der noch in der Schule lagert, soll demnächst unter der Regie von Lehrerin Sabine Sadowski an der Grundschule genau dazu verarbeitet werden.

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