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BTA-Informationsabend zum Eichenprozessionsspinner

Meisen-Nistkästen jetzt aufhängen

Alverskirchen

Das Bürger-Team Alverskirchen widmet sich der großen Plage der vergangenen beiden Jahre, die sich in diesem Jahr fortzusetzen droht: Für den Eichenprozessionsspinner beginnt bald die neue „Saison“. Im Rahmen eines Info-Abends klärte Philipp Stockhausen als fachkundiger Referent zu dem Thema auf. Viele Hoffnungen ruhen jetzt auf den Meisen. Für die gilt es aber auch schon jetzt die Nistkästen aufzuhängen.

wn

Philipp Stockhausen (stehend) informierte auf Einladung des BTA über die Eichenprozessionsspinner-Plage. Wenn die Raupen das dritte Entwicklungsstadium mit den Brennhaaren erreicht haben (kleines Bild), helfen auch die Meisen nicht mehr. Foto: BTA/Klaus Meyer

Kleine Ursache - große Wirkung. Auf Initiative des Bürger-Teams Alverskirchen (BTA) fand im Landhaus Bisping ein Informationsabend zum Thema Eichenprozessionsspinner statt. Hierzu konnte das BTA den fachkundigen Philipp Stockhausen als Referenten gewinn, der den gut 60 Zuhörern viel Wissenswertes in launiger Manier vortrug. Die Informationen spannten den Borgen vom unscheinbaren Falter, der nur zwei bis drei Tage lebt und in dieser Zeit etwa 200 Eier ablegt bis zu den unterschiedliche Stadien der Raupen bis zur Verpuppung im Juni/Juli. Die ersten beiden Stadien seien „haarfrei“, danach kämen die allseits gefürchteten Brennhaare hervor, machte Stockhausen deutlich. Es wurden diverse Schutzmöglichkeiten angesprochen, die jedoch vorwiegend für Großanwender eine Rolle spielen. Von allzu drastischen Methoden wie etwa dem Verbrennen wurde dringend abgeraten, weil der Verbreitung der Brennhaare, die mehrere Jahre aktiv – und damit gefährlich – bleiben können, durch die Thermik Vorschub geleistet werde.

Wenn die Raupen das dritte Entwicklungsstadium mit den Brennhaaren erreicht haben (kleines Bild), helfen auch die Meisen nicht mehr. Foto: Klaus Meyer

Eine zunehmend häufiger eingesetzte und effektive Methode sei das Kochen, weil in nur wenigen Sekunden damit das giftige Eiweiß der Haare unschädlich gemacht werde und damit auch die Entsorgung risikolos möglich sei. Als biologische Vorbeugemaßnahme wurden auch die heimischen Insekten und Vögel, hier vor allem die Meisen, erwähnt. Dazu werden zurzeit sowohl in Everswinkel als auch in Alverskirchen etliche Nistkästen aufgehängt. Solche konnten auch im Anschluss an den Vortrag käuflich erworben werden. Zu beachten sei, dass die Meisen nur die Larvenstadien eins und zwei – also ohne Brennhaare – fressen. Das sind dann etwa zwei bis drei Wochen im März/April. Empfohlen wurde, die Nistkästen jetzt aufzuhängen in rund zwei Metern Höhe und mit dem Einflugloch nach Süd/Südost ausgerichtet. Zudem sollte man das Säubern im Herbst nicht vergessen, damit auch im nächsten Jahr Bewohner einziehen.

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