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Schwester M. Gonzagis blickt auf 80 aktive Jahre

Menschenliebe ist ihr Motor

Everswinkel

Jahrzehnte ihres Wirkens stellte Schwester M. Gonzagis in den Dienst junger Menschen. Im Laufe des Lebens verschoben sich die Schwerpunkte in Richtung der Seelsorge und Begleitung älterer Menschen. Doch ihre quicklebendige, immer den Menschen zugewandte Art hat sich die Mauritzer Franziskanerin bis heute bewahrt. In der vergangenen Woche feierte die Ordensfrau im St. Magnus-Haus Everswinkel ihren 80. Geburtstag.

Schwester M. Gonzagis feierte in der vergangenen Woche ihren 80. Geburtstag. Ihr gratulierten Dr. Ansgar Klemann, Geschäftsführer der St. Elisabeth Stift gGmbH und Linda Altewische von der Hausleitung des St. Magnus-Hauses. Foto: Bettina Goczol

„Wir sind froh, dass Sie da sind und immer zur Stelle sind, wenn Ihre Hilfe und Ihr Beistand gebraucht werden“, dankte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann der Jubilarin, die seit dem 1. November 2018 im St. Magnus-Haus tätig ist. Ihr ausdrückliches Anliegen war es, in unmittelbarer Nähe zu wohnen. Dieser Wunsch wurde im benachbarten Betreuten Wohnen gerne erfüllt. Denn: Schwester M. Gonzagis steht schwer kranken Menschen bei Bedarf auch zu nachtschlafender Zeit zur Seite, wie Linda Altewische von der Hausleitung des St. Magnus-Hauses bestätigt.

Gebürtig stammt Schwester M. Gonzagis aus Ahaus-Wüllen. 1961 trat sie in den Orden in Münster ein, lernte Krankenpflege und legte 1964 ihre 1. Profess ab. Danach führte ihr beruflicher Lebensweg sie ins Rochus-Hospital Telgte, ins St. Elisabeth-Hospital Meerbusch-Lank und ins Sixtus-Hospital Haltern, wo sie zum ersten Mal mit Verwaltungsaufgaben der dortigen Krankenpflegehilfsschule in Kontakt kam. Das war prägend für den weiteren Weg. 1975/76 qualifizierte sie sich in Köln-Hohenlind weiter und übernahm Aufgaben in der dortigen Schule für Krankenpflegehelferausbildung.

Im St. Franziskus-Hospital Ahlen übernahm sie die Pflegedienstleitung und zusätzliche Aufgaben an der dortigen Krankenpflegeschule. „Ich hatte einen guten Bezug zu den jungen Leuten. Das hat mir immer Spaß gemacht, sie auf den Weg zu bringen“, sagt Schwester M. Gonzagis rückblickend. Ihre größte Aufgabe übernahm sie 1981 im Stift Tilbeck, als sie die dort frisch genehmigte Schule für die Krankenpflegehelferausbildung mit aufbaute und in Kooperation mit der Borghorster Schule zu einer Krankenpflegeschule erweiterte.

In Everswinkel eine neue Heimat gefunden

1992 stellte sie die Weichen neu und wechselte nach Körbecke am Möhnesee. In der Kirchengemeinde St. Elisabeth fand sie eine neue Aufgabe im gruppenübergreifenden Dienst der zugehörigen Altenheime. Als Katechetin hatte sie auch wieder den so beflügelnden Kontakt mit jungen Menschen. 1999 fuchste sie sich als Pfarrsekretärin noch in die Computerarbeit ein. Mit weiteren Gemeindefusionen gehörten im Laufe der Zeit sieben Altenheime zum Pfarreigebiet; für sie wieder ein Anlass, neue Schwerpunkte zu setzen und zwar in der Seelsorge für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Inzwischen hat Schwester M. Gonzagis in Everswinkel eine neue Heimat gefunden, pflegt mit Handy und WhatsApp aber weiterhin ihr großes Netzwerk. Ihr Lebensanker ist aber ihre große Menschenliebe. „Ich mag die Bewohner, und die Mitarbeiter sind sehr lieb zu mir.“

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