1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Everswinkel
  6. >
  7. Mit Telgte und Ostbevern unter einem „Dach“?

  8. >

Pfarrgemeinde steht vor weiterer Veränderung

Mit Telgte und Ostbevern unter einem „Dach“?

Everswinkel/Alverskirchen

„Die Gedanken sind frei . . .“ Diese Volkslied-Weisheit hat auch die Katholische Kirche aufgegriffen und strebt im Kreisdekanat Warendorf eine Neuaufstellung an. Und dabei könnte sich auch für die Kirchengemeinde St. Magnus-St. Agatha eine bedeutsame Veränderung mit einer weiteren ergeben.

-km-

Vor zwölf Jahren fusionierten die beiden Pfarrgemeinden St. Magnus und St. Agatha. Foto: Klaus Meyer

Im Rahmen eines informellen Abends am Mittwoch in der Bischöflichen Realschule Warendorf haben Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp und Weihbischof Dr. Stefan Zekorn die Gedanken zu strukturellen Veränderungen vorgestellt. Gegenüber rund 100 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Pfarreien zeigten sie gedankliche Pläne für acht „pastorale Räume“. Einer dieser Räume könnte die Kirchengemeinden von Everswinkel-Alverskirchen zusammen mit denen von Telgte und Ostbevern umfassen. Zur Erinnerung: Vor ziemlich genau zwölf Jahren fusionierten die beiden Pfarrgemeinden St. Magnus Everswinkel und St. Agatha Alverskirchen zur Katholischen Kirchengemeinde St. Magnus-St. Agatha. Die Feier dazu fand am 27. September 2009 statt.

„Pastorale Strukturen müssen so gestaltet sein, dass die Verkündigung des Evangeliums unter veränderten Rahmenbedingungen weiter gut möglich sein wird“, machte Zekorn deutlich und betonte, dass der Weg „gemeinsam“ gegangen werden solle. Die Katholische Kirche müsse auf die Veränderungen und Herausforderungen reagieren. Dazu gehörten ferner auch der Spar- und Strategieprozess, das ins Auge gefasste Klimaschutzkonzept und die Modernisierung der Bistumsverwaltung.

Hintergrund sind laut Generalvikar Winterkamp demnach der prognostizierte Rückgang der Katholiken von augenblicklich knapp 1,8 Millionen um rund 400 000 bis zum Jahr 2040. Allein im Kreisdekanat Warendorf wird ein Verlust von 68 000 Katholiken befürchtet. Einher gingen mit dieser Entwicklung „Einbrüche beim seelsorgerischen Personal“ von derzeit 1370 Seelsorgerinnen und Seelsorgern um bis zu 500 Mitwirkende sowie spürbar sinkende Einnahmen. Die Notwendigkeit einer Neuaufstellung werde durch allgemeine große Trends, aber auch „innerkirchliche Missstände und Entwicklungen verschärft“.

Winterkamp berichtete von bischöflichen Vorgaben für die strukturellen Veränderungen. Dazu gehöre, dass es „keine weiteren, von Bischof Genn verordneten Zusammenlegungen von Pfarreien“ geben werde und „mehr Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien sowie zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen“ erforderlich sei. Die Beratungs- und Entscheidungsphase ist bis zum Zeitraum April/Mai 2023 veranschlagt.

Startseite