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Mit dem Bildungswerk zur Telgter Krippenschau

„Mittendrin“ im aktuellen Geschehen

Everswinkel

Die 82. Telgter Krippenausstellung hat sich das Thema „Mittendrin“ auf ihre Fahnen geschrieben – und genau das spiegelt die Vielfalt der ausgestellten Krippen auch wider. Das Katholische Bildungswerk lädt zu einem Besuch der diesjährigen Ausstellung mit fachkundiger Führung ein.

Die Krippe von Annette Hiemenz greift die Überschwemmung und Zerstörung im Ahrtal auf. Foto: Stephan Kube

Das Katholische Bildungswerk lädt am 19. November zum Besuch der 82. Telgter Krippenausstellung mit einstündiger fachkundiger Führung zu 15 Uhr ein. Die diesjährige Ausstellung präsentiert eine Vielzahl zeitgenössischer Krippen. Über 100 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Tschechien und Frankreich haben sich mit dem Thema „Mittendrin“ auseinandergesetzt. Was bedeutet es, wenn die christliche Weihnachtsbotschaft mittendrin sein soll? Entstanden sind Gemälde, Skulpturen, Figurenkrippen mit Stall, Kunstinstallationen, Lichtkunst und vieles mehr.

„Knastkrippe“ mit Besuchsraum

Da ist die „Knastkrippe“ von Rudi Bannwarth, einem Holzbildhauer aus Ettlingen bei Karlsruhe. Maria besucht ihren Verlobten Josef im Besuchsraum des Gefängnisses. Hier ist von Weihnachtsidylle nichts zu spüren. Eine Krippendarstellung zum Nachdenken. Mittendrin ist auch die Krippe des ehemaligen Architekten Wilfried Josef Funke. Sie befindet sich mitten in einem fiktiven Stadtzentrum, welches akribisch mit vielen Details als Stadtplanungsmodell gestaltet ist. Vor der Pfarrkirche steht der Krippenstall mit einem Banner, auf dem „Salvator Mundi – Jesus Christis, unser Hoffnungsträger“ geschrieben steht. Vor dem Hauptportal der Kirche finden mehrere Demonstrationen statt, die für den Synodalen Weg, Maria 2.0 und aktive Nächstenliebe werben. Es gibt viele kleine Details, die in jeder Stadt so stattfinden könnten:

Viele Details könnten in jeder Stadt so stattfinden

Weihnachtsmarkt, Adventsmusik, Demonstration für Frieden in der Ukraine sowie das Krippenspiel. Und mittendrin in diesem Geschehen steht die Krippe. Während sie hier bereits im Zentrum steht, müssen sich in der Darstellung von Bewohnern des St. Elisabeth-Stifts in Sendenhorst die Menschen erst auf die Mitte zubewegen. Viele kleine Figuren, die auf einer drehbaren Platte montiert sind, laufen spiralförmig auf das Zentrum mit der Krippe zu. Einen besonderen Anblick bietet die Scherenschnitt-Krippe von Franz Klein-Wiele aus Bottrop. Ihre acht großen Elemente mit beweglichen Figuren beeindrucken vor dem Telgter Hungertuch.

Wie immer werden in der Telgter Ausstellung auch aktuelle politische Themen aufgegriffen, beispielsweise der Krieg in der Ukraine oder die Überschwemmung im Ahrtal, die auf dem Ausstellungsplakat zu sehen ist. Die Heilige Familie steht zusammen mit den Helferinnen und Helfern vor einer zerstörten Brücke. Rechts im Vordergrund sitzt ein Feuerwehrmann als helfender Engel. Natürlich sind auch traditionelle Krippen zu bestaunen, etwa die schön geschnitzten Figuren der Holzbildhauerin Petra Rentrup. Der Everswinkeler Bildhauer Stefan Lutterbeck präsentiert sein Werk „Rilke, Marien – Leben“. Verbindliche Anmeldungen für die Tour sind bis 14. November über die Homepage (www.kbw-everswinkel.de) oder beim Spielwarengeschäft Föllen erforderlich. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet, die Abfahrt ist um 14.30 Uhr ab Pfarrheim. Die Kosten betragen für Eintritt und Führung zehn Euro.

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