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Spendenaktion statt Narrentag

Möhnen sammeln 1600 Euro für „Königskinder“

Everswinkel

Mit Karneval war nicht viel in diesem Jahr. Die Pandemie hat die Närrinnen und Narren in die Knie gezwungen – auch die Everswinkeler Möhnen, die traditionell an Altweiber eigentlich das Rathaus stürmen. Aus dem Sturm wurde bekanntlich eine Flaute. Dafür gab‘s aber eine andere ertragreiche Idee.

Klaus Meyer

Die Möhnen haben das Geld aus der Spendenaktion zu Altweiber an das Kinderhospiz „Königskinder“ übergeben. Das Bild zeigt Obermöhne Steffi Vorsthove (r.) mit Silke Kreuznacht vom Hospiz. Foto: privat

Die närrischen Frauen wollten dennoch ein Zeichen setzen und hatten als Alternative zu Sekt und Kamelle eine Spendenaktion zugunsten des Kinderhospizes „Königskinder“ gestartet. Der Aufruf, die gute Sache zu unterstützen fand das erhoffte gute Echo.

„Wir sind sehr glücklich über die Summe von insgesamt 1600 Euro und bedanken uns bei allen Spendern“, betont Obermöhne Steffi Vorsthove, die zusammen mit Silvia Erben in der vergangenen Woche einen Ausflug zum Kinderhospiz „Königskinder“ unternahm, um die Spende zu überreichen. Der „warme Regen“ wurde mit großer Freude seitens der Hospiz-Mitarbeiter entgegengenommen. Den beiden Vertreterinnen der Everswinkeler Möhnen wurden die Räume der Einrichtung gezeigt, und sie wurden über die Arbeit des Hospizes informiert. So arbeitet man mit rund 70 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, die engen Kontakt zu den Familien der schwerst kranken Kinder halten, um die Eltern auch ein wenig zu entlasten. Normalerweise stehen Aktionen wie etwa Ausflüge oder Spaziergänge auf dem Programm, doch durch Corona ist das derzeit nicht möglich. Deshalb werden kleine Päckchen mit kleineren Geschenken von den Ehrenamtlichen gepackt und zu den Familien verschickt, die beispielsweise Malbücher, Bastelanleitungen mit Zubehör, Bücher und andere Dinge enthalten, berichten Vorst­hove und Erben nach ihrem Besuch.

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