Kulturkreis lädt ein zu Konzerten am Wochenende

Musik – wieder live und in Farbe

Everswinkel

Manch einem mag es wie eine Fata Morgana nach monatelangem Marsch durch die Wüste erscheinen. Die Wüste – das sind 14 Monate Corona-Zeit. Und die Fata Morgana: Kultur live, ganz echt vor Ort, mit Publikum. Doch es ist keine Sinnestäuschung, was sich da fürs kommende Wochenende im Vitus-Dorf ankündigt. Musik, live und in Farbe. Der Kulturkreis Everswinkel lädt nach den beiden digitalen Wochenenden nun zum realen Konzert-Wochenende am Samstag und Sonntag, 12. und 13. Juni, ein.

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Ein Wochenende, zwei Konzerte am Museum: Den Anfang am Samstag machen „Bonsaipop und Herr Özdemir“, am Sonntag folgt „Branouche“ mit Frontfrau Johanna Mohr (kleines Foto). Foto: Agentur

Das konzertante Vergnügen geht im Hof des Mitmach-Museums im Schatten der jüngst aufgebauten Remise über die Bühne. Dazu kommt eigens eine speziell entwickelte, technisch autarke Mini-Bühne zum Einsatz. Auf dem Spielplan stehen Pop, Jazz, Swing und Bossa Nova. Ein Mini-Festival im Jubiläumsjahr des Kulturkreises in Kooperation mit dem Bürgerschützen- und Heimatverein, der an den beiden Abenden den Getränkeverkauf übernimmt.

Den Auftakt bestreiten am Samstag Nikola Materne (Gesang), Frank Konrad und Coşkun Özdemir (beide Gitarre). Zusammen sind sie „Bonsaipop und Herr Özdemir“ und liefern große Gefühle im kleinen Format. Die Mini-Band „Bonsaipop“ hat Herrn Özdemir dazu eingeladen, gemeinsam die Perlen der Pop- und Jazzmusik zu feiern. Zu den Lieblingssongs gehören Klassiker von Carole King, Stevie Wonder, Reinhard Mey und vielen mehr. Als zusätzliche Würze kommen eigene deutschsprachige Jazz-Chansons hinzu. Die beiden virtuosen Gitarristen Konrad und Özdemir rollen dabei für die emotionsgeladene klare Stimme von Sängerin Materne den musikalischen roten Teppich aus.

Johanna Mohr, Frontfrau des Trios „Branouche“. Foto: Agentur

Johanna Mohr (Gesang), Sebastian Netta (Percussion) und Flavio Nunes (Gitarre) bilden das Trio „Branouche“, das am Sonntag zu Gast ist. Die drei Musiker erzählen poetische Geschichten übers Leben, eingehüllt in die wohligen Klänge von Bossa Nova, Choro, Swing und Música Popular Brasileira, die nicht nur ins Ohr, sondern in die Beine und den ganzen Körper gehen. Wunderschön, verspielt, verliebt, ekstatisch, traurig oder melancholisch. Dazu gesellen sich Lieder mit deutschen Texten. Denn: Die Verbindung zwischen Brasilien und Deutschland ist enger, als man denkt. Die Sehnsucht, die in vielen deutschen Volksliedern besungen wird, heißt in Brasilien „Saudade“. Und der Manouche-Swing bringt eine neue Farbe und Spaß ins Spiel.

Im Mittelpunkt steht Frontfrau Mohr, die zunächst portugiesische und brasilianische Literaturwissenschaft und Kunst/Musik/Theater an der Uni München und dann noch Jazzgesang am Institut für Musik in Osnabrück studierte. Gebürtig aus Düsseldorf, wohnhaft in Köln, lebte sie zwischenzeitlich eineinhalb Jahre in Brasilien. Ihr umfangreiches wie vielfältiges Repertoire umfasst brasilianische Klassiker, Jazz-Standards und Eigenkompositionen, in denen sie Elemente aus Pop, Jazz, Folk und brasilianischer Musik miteinander verwebt.

Die Konzerte beginnen jeweils um 18 Uhr, der Eintritt beträgt jeweils 20 Euro. Tickets sind buchbar über die Homepage des Kulturkreises. www.kulturkreis-everswinkel.de

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