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Haushalts-Jahresbilanz für 2019

Noch einmal lächeln

Everswinkel

Ein erfreuliches Plus unterm Strich konnte Bürgermeister Sebastian Seidel bei der Vorlage des gemeindlichen Jahresergebnisses für 2019 verkünden. Den sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen ist es zu verdanken, dass letztendlich aus einem prognostizierten Defizit ein Überschuss wurde. Das wird sich im laufenden Jahr wohl ganz anders gestalten. „Das Jahr 2020 wird geprägt durch die Corona-Pandemie“, und die wirkt sich mit Einbrüchen bei Gewerbe-, Einkommen- und Umsatzsteuer aus, kündigen Bürgermeister und Kämmerin schon jetzt an.

Klaus Meyer

Die Jahresrechnung für 2019 liegt vor, Bürgermeister Sebastian Seidel konnte ein erfreuliches Plus verkünden. Das wird in diesem Jahr wohl ganz anders laufen. Foto: Klaus Meyer

Im nächsten Jahr um diese Zeit werden die Zahlen ganz anders aussehen. Garantiert. Der Bürgermeister und die dann neu gewählten Mitglieder des Gemeinderates werden dann mit nostalgischem Blick auf die Haushaltszahlen des Jahres 2019 schauen. Denn das Jahresergebnis für 2020 dürfte durchaus mit einem gewissen Gruselfaktor versehen sein. Die finanziellen Einbußen der Gemeinde aufgrund der Corona-Pandemie sind derzeit noch gar nicht absehbar – aber sie deuten sich schon an.

Insofern dürfte das von Bürgermeister Sebastian Seidel jetzt vorgelegte gemeindliche Haushaltsergebnis für 2019 noch einmal für ein Lächeln in den Reihen von Verwaltung und Kommunalpolitik sorgen. Statt eines prognostizierten kleinen Defizits von 19 000 Euro im Ergebnisplan steht nun unterm Strich ein Plus von 565 000 Euro, das das Eigenkapital stärkt. Letztendlich standen Aufwendungen von 20,24 Millionen Euro Erträge in Höhe von 20,8 Millionen Euro gegenüber.

Bürgermeister Sebastian Seidel

Verantwortlich für das deutlich bessere Ergebnis sind insbesondere die Gewerbesteuereinnahmen. 6,1 Millionen Euro waren es letztendlich; gerechnet worden war mit 5,5 Millionen. 2018 waren gar 6,18 Millionen in die Gemeindekasse geflossen. „Wir können froh sein, dass unsere Betriebe so gut gewirtschaftet haben, so dass auch bei uns etwas hängen geblieben ist“, dankte der Bürgermeister im jüngsten Hauptausschuss in Richtung der Gewerbetreibenden.

Diese Einnahmequelle wird aufgrund des wirtschaftlichen Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht mehr so kräftig sprudeln. Ebenso unklar ist die Lage beim Anteil an der Einkommensteuer. Im vergangenen Jahr standen am Ende 5,3 Millionen Euro zu Buche, womit die Prognose lediglich um 43 000 Euro verfehlt wurde. Die Bilanzsumme der Gemeinde stieg 2019 um knapp 1,4 Millionen auf 66 Millionen Euro. Die liquiden Mittel wuchsen um 2,1 Millionen auf fast 7,9 Millionen Euro.

Schon mit der Haushaltsplanverabschiedung im Dezember 2019 wurde für 2020 mit einem Minus von 413 000 Euro gerechnet. Das Loch dürfte noch tiefer werden. Die zeitweilig stillgelegte Wirtschaft mit den Folgen Kurzarbeit und Umsatzeinbrüchen wird Gewerbe-, Einkommen- und Umsatzsteuer-Einnahmen nach unten drücken. Parallel dazu kündigen sich stark steigende Ausgaben für soziale Leistungen an, wie Bürgermeister Seidel und Kämmerin Susanne Nerkamp in ihrem Lagebericht skizzieren.

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