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Zwischenbilanz bei den Gemeindefinanzen

Plus bei Gewerbesteuer zu erwarten

Everswinkel

Es könnte sicher schlechter laufen. Wenn die Zwischenberichte über die aktuelle finanzielle Situation der Gemeinde im Hinblick auf Einnahmen und Ausgaben anstehen, kann die Gefühlslage von Ernüchterung bis Freude reichen. Prognostizierbar ist die Entwicklung erfahrungsgemäß immer schwer. Jetzt hat die Gemeindeverwaltung aber Grund zur Freude – und die teilte sie natürlich auch mit den Mitgliedern des Hauptausschusses.

Entgegen der Haushaltsprognose fürs laufende Jahr zeichnen sich „fettere“ Gewerbesteuereinnahmen für die Vitus-Gemeinde ab. Foto: Klaus Meyer

Wer durch Corona und Lockdown einen Einbruch bei den Gewerbesteuern befürchtet hatte, sah sich jetzt eines Besseren belehrt. Kämmerin Susanne Nerkamp konnte nämlich überraschend gute Zahlen verkünden. So liegt die Gewerbesteuer-Prognose (Stand September) bei nunmehr 6,73 Millionen Euro. Das sind mehr als 1,7 Millionen Euro über dem Planansatz des Haushaltsplans. „Hier hat sich Corona überhaupt nicht bemerkbar gemacht“, bilanzierte Nerkamp. Weitere Verbesserungen in anderen Bereichen summieren sich auf 177 000 Euro. Der Anteil an der Einkommensteuer wird unverändert auf 5,23 Millionen Euro beziffert.

Zwar wird der sich abzeichnende Überschuss durch eine folglich höhere Gewerbesteuerumlage (561 000 statt 417 000 Euro) sowie Ermächtigungsübertragungen von 2020 auf 2021 in Höhe von 715 000 Euro reduziert, aber unterm Strich wird aus dem kalkulierten Minus von 728 000 Euro im Ergebnisplan laut Haushaltsplan-Daten ein Plus von 163 000 Euro. „Der Ist-Verlauf ist derzeit eindeutig besser als die Plandaten“, zeigte sich die Kämmerin zufrieden. In der Halbjahres-Statistik von IT NRW ist für die Vitus-Gemeinde bei den Gewerbesteuereinnahmen ein Zuwachs von 47,5 Prozent im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 verzeichnet. Damit liegt die Gemeinde kreisweit aber im unteren Bereich. In Telgte (Spitzenreiter mit plus 141 Prozent), Ahlen (132) sowie Ostbevern (116), Sassenberg (116) und Oelde (104) gab es mehr als eine Verdoppelung.

Im Finanzplan der Gemeinde erhöht sich der fortgeschriebene Fehlbetrag dagegen gemäß Stand September um 1,46 Millionen auf 7,7 Millionen Euro. Die Prognose geht von einem Abschmelzen der liquiden Mittel von 10,2 Millionen Euro Ende 2020 auf 2,45 Millionen Euro Ende 2021 aus.

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