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Jahreshauptversammlung des Blasorchesters Everswinkel

Schwere Zeit gut gemeistert

Everswinkel

So vieles wurde geplant und dann wieder verworfen – die Zeit der Coronapandemie war auch für das Blasorchester Everswinkel gespickt mit Herausforderungen. Dennoch ist der Dirigent des Hauptorchesters, Thomas Beumers, stolz auf den guten Zusammenhalt in dem Orchester.

Von Rebecca Lek

Der Vorstand des Blasorchesters Everswinkel ist gut drauf (v.l.): Burkhard Serries (Vorsitzender), Ulrich Rosier (Schriftführer), Amelie Homann (Beisitzer), Claudia Haußknecht (Beisitzerin), Nadja Stetzkamp (Beisitzerin), Birgit Bisping (Beisitzerin), Karin Backmann (Beisitzerin), Sabine Bernöhle (Kassiererin), Florian Zepke (Beisitzer), Marlies Chruszez (zweite Vorsitzende) und Thomas Beumers Foto: Rebecca Lek

Das Blasorchester hat, wie viele Vereine, Nachwuchsprobleme. Das wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung deutlich, denn das Jugendorchester dünnt immer weiter aus.

„Es scheidet niemand komplett aus, sondern sie steigen ins Hauptorchester auf. Leider kommen dafür keine Musiker nach“, erklärte der Leiter des Jugendorchester Benjamin Kaapke. Acht von den 23 aktiven Musikern spielen dabei derzeit parallel in beiden Formationen.

Die Proben gestalteten sich die letzten Wochen für beide Orchester schwierig, denn diese waren nur draußen gestattet. „Wir waren da ziemlich dem Wetter ausgeliefert“, meinte Kaapke und erinnerte sich an übervorsichtige Probenabsagen genauso wie an Gewittereinbrüche während der Proben. Auch der Dirigent des Hauptorchesters, Thomas Beumers, bezeichnete es als die „schwerste und anstrengendste Zeit, seitdem ich 2011 den Taktstock übernommen habe“. Die Gründe dafür waren vielfältig, die Planungsunsicherheit empfand er jedoch am gravierendsten. „Es wurde so viel geplant und noch viel mehr überworfen“, beschrieb Beumers.

Planungsunsicherheit

Umso erfreulicher war es jedoch für das Blasorchester Everswinkel, dass sie die Corona-Zeit ohne nennenswerte Verluste überstanden haben. „In Krisenzeiten merkt man, ob ein Orchester funktioniert. Ich bin stolz auf den guten Zusammenhalt“, betont der Dirigent.

Einen Verlust muss das Orchester allerdings verkraften: Nach zehn Jahren Vorstandsarbeit stand die Vorsitzende Melanie Renne nicht mehr zur Wahl. Obwohl es ihre eigene Entscheidung gewesen ist, wieder in die zweite Reihe zu treten, beschrieb sie diese als schwer. „Es ist hier einfach ein tolles Umfeld“, versuchte sie die Lage in Worte zu fassen. Der relative Stillstand würde für sie den Abschied allerdings leichter machen. „Ich kam mir vor wie in einer Safety-Car-Phase, in der wir permanent ausgebremst wurden“, meinte Renne. Die übrigen Orchestermitglieder freuten sich allerdings darüber, dass Renne an der Klarinette erhalten bleibt. Die zweite Vorsitzende Marlies Chruszez würdigte die Arbeit in den vergangenen zehn Jahren: „Es läuft vieles nebenbei, was wir alle gar nicht so mitbekommen.

Ehrungen beim Blasorchester Everswinkel (v.l.): Rudi Termühlen (25 Jahren), Alexandra Kemke (10 Jahre), Amelie Homann (10 Jahre), Laura Henning (10 Jahre), Nadja Stetzkamp (10 Jahre), Marlies Chruszez (30 Jahre) und Jano Bisping (10 Jahre) wurden für ihre Mitgliedschaft geehrt. Foto: Rebecca Lek

Fast täglich Telefonate und vieles zwischendurch. Corona war eine besondere Herausforderung. Das einfachste wäre gewesen, alles brach liegen zu lassen, aber das stand nicht zur Diskussion.“

Nachwuchsprobleme gibt es in den Vereinen nicht nur im normalen Vereinsleben, sondern auch bei den Vorstandsmitgliedern. Umso glücklicher zeigte sich das Blasorchester, dass sich mit Burkhard Serries direkt ein Nachfolger für den ersten Vorsitzenden finden ließ.

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