1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Everswinkel
  6. >
  7. Selbst für Interessen einstehen

  8. >

Watermann-Krass im politischen Austausch mit der Oberstufe der Waldorfschule

Selbst für Interessen einstehen

Everswinkel

Die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass berichtete in der Waldorfschule in Everswinkel über ihre politische Arbeit. Vor allem aber ermutigte sie die Schülerinnen und Schüler, selbst politisch aktiv zu werden.

Annette Watermann-Krass (stehend) beantwortete den Schülerinnen und Schülern der Klassen neun bis elf der Waldorfschule viele Fragen, sie war auf Einladung des Lehrers Benjamin Weiß (Bild rechts) gekommen. Foto: privat

Wie wird man überhaupt Politikerin? Was ist eine Minderheitsregierung? Was kann man mit einer Petition erreichen? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Annette Watermann-Krass den Schülerinnen und Schülern der Waldorfschule Everswinkel. Die heimische SPD-Abgeordnete nutzte auf Einladung des Lehrers Benjamin Weiß die Möglichkeit der landesweiten Herbstaktion „Tag der freien Schulen“, um mit Schülerinnen, Schülern und auch den Lehrkräften ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt stand dabei auch das Thema Beteiligung und die Möglichkeit, selbst politisch aktiv zu werden. Dabei lauschten die 15- bis 19-Jährigen fasziniert, als die Sendenhorsterin beispielhaft von ihrem eigenen Weg in den Landtag berichtete: „Schon als Klassensprecherin habe ich in meiner eigenen Schulzeit gemerkt, wenn man etwas verändern will, muss und kann man sich das Gehör verschaffen. Das habe ich mir seit je her zu Herzen genommen.“ Über die Gründung eines Betriebsrates als Berufseinsteigerin und die Selbstverwaltung einer Übermittags-Kita als Elterninitiative führte ihr Weg sie schließlich in die SPD und 2005 das erste Mal in den Landtag.

Für politische Interessen einstehen

Den Schülern der neunten bis elften Klasse vermittelte Watermann-Krass, wie sie auch selbst für ihre Interessen einstehen können, zum Beispiel über den Petitionsausschuss. Auch das Thema „Wählen ab 16“ war Teil der Debatte - hier ergab sich ein sehr diverses Bild der Schülerschaft. Einigkeit hingegen bestand bei dem Thema Mobilität: Flexibilität und geringe Kosten stehen hier deutlich im Vordergrund. „Im ländlichen Raum haben wir hier natürlich immer noch das Problem, dass das Mittel der Wahl zunächst das Auto ist – hier müssen wir Alternativen attraktiver machen, besonders den ÖPNV“, ist sich die Abgeordnete sicher. Eine Schülerin gab dafür einen wichtigen Aspekt mit auf den Weg: „Bus- und Bahntickets lassen sich nicht fahrplan- und kreisübergreifend kombinieren. Dadurch wird es für uns teuer. Hier könnte eine Kooperation von den Verkehrsbetrieben im Sinne der jungen Leute Abhilfe schaffen und zu mehr Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs führen.“ Einer von vielen Vorschlägen des informativen Vormittages, die Annette Watermann-Krass gerne mit nach Düsseldorf nimmt.

Startseite
ANZEIGE