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Gruppe „Fit ab 50“

Sicher durch die Radel-Saison

Everswinkel

„Verkehrsgerechtes Verhalten im Straßenverkehr“ und „Neues aus der Welt des Fahrrads“waren die Themen einer Info-Veranstaltung der Gruppe „Fit ab 50“ mit 17 Teilnehmern im Vitus-Sportcenter. Als Referenten hatte man Polizeihauptkommissar Richard Rauer von der Kreispolizei Warendorf und Roland Knauer, Inhaber von Zweirad Knauer, gewonnen.

Einer der beiden Gastreferenten war Polizeihauptkommissar Richard Rauer, der die Teilnehmer der Gruppe „Fit ab 50“ über verkehrsgerechtes Verhalten im Straßenverkehr informierte. Foto: Fit ab 50

Radfahren mit „Rückenwind“ – Rauer erläuterte die Unterschiede zwischen Pedelec, E-Bike und S-Pedelec. Die meisten Radler sind mit einem Pedelec und maximal 25 Kilometern pro Stunde unterwegs; dafür ist keine Betriebserlaubnis und kein Versicherungskennzeichen nötig. Dank elektrischer Tretunterstützung verlangt das Fahren weniger Kraft, und es können weitere Strecken zurückgelegt werden. Bevor es losgehe, sollten einige Punkte beachtet werden wie die richtige Einstellung von Sitzhöhe und Sattel, des Lenkers und des Bremshebels sowie des Fahrlichtes. Aufsteigen, Anfahren, Anhalten und Absteigen will geübt werden.

Dazu gab es hilfreiche Hinweise zur Radwegebenutzung und zum Rechtsfahrgebot, das grundsätzlich für alle Fahrzeugführende somit auch für Radfahrer gelte. Vorschriftswidriges Befahren von Radwegen etwa in die falsche Richtung sei eine der Hauptunfallursachen. Hierbei erhöhe sich das Unfallrisiko um das Fünffache. Weitere Gefahrenpotenziale stellen laut Rauer Kreuzungen und Einmündungen dar oder das verbotswidrige Befahren von Gehwegen in die falsche Richtung. Das falsche Verhalten resultiere zumeist aus Bequemlichkeit, um Umwege und Zeit zu sparen.

Bei einem Unfall sind Radfahrende nahezu ungeschützt und haben ein sehr hohes Verletzungsrisiko. Das Tragen eines Helms sei deshalb besonders empfehlenswert. Es gelte die zehn Tipps für die eigene Sicherheit wie vorausschauendes Fahren, Beachtung von Regeln, Einhaltung des Sicherheitsabstandes, Anpassen der Geschwindigkeit, Bremsbereitschaft, rechtzeitiges Handzeichengeben, Tragen eines Helms, gute Sichtbarkeit für andere durch Warnweste und das Fahren mit eingeschaltetem Licht zu beherzigen, dann stehe einem sicheren Radvergnügen nichts mehr im Wege.

Roland Knauer informierte über Neuerungen der Fahrradtechnik. So erläuterte er den sachgerechten Umgang mit dem Akku des Pedelecs. Er machte auf Gefahren falschen Handlings bei Lagerung, Transport, Regenschutz und Ladevorgang aufmerksam. Hilfreiche Hinweise gab er zum Anfahren, zur Bewältigung von Steigungen stets im kleinen Gang, zur korrekten Einstellung des Fahrlichts, um nicht Entgegenkommende zu blenden. Um Freude am Fahren zu haben, sei zudem ein optimaler Reifendruck empfehlenswert, der zugleich die Reichweite erhöhe.

Für ein angenehmes Radfahren sollte eine Trittgeschwindigkeit von 60 Umdrehungen pro Minute eingehalten werden. Knauer gab zum Schluss noch einen Ausblick auf die kommenden technischen Neuerungen auf dem Fahrradmarkt. Kurz vor Marktreife stünden unterstützende Apps unter anderem zur Steuerung der Höchstgeschwindigkeit und ein ABS-System, wodurch die Sicherheit weiter ver-bessert werde. Eine weniger erfreuliche Info hielt Knauer ebenso bereit: Durch die Corona-Krise hätten sich die Lieferzeiten der Hersteller zum Nachteil der Käufer mitunter auf über ein Jahr verlängert.

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