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KFD auf dem Hof Wellermann

Therapiehunde helfen beim Stressabbau

Alverskirchen

Zu Gast bei Astrid Wellermann und ihren Therapiehunden Cathi und Dieter war die KFD Alverskirchen.

Martina Abel, Marina Liebold, Astrid Wellermann,Claudia Kemper und Marin Krone mit den beiden Hunden Cathi und Dieter Foto: KFD

Die KFD Alverskirchen war zu Gast bei Astrid Wellermann und ihren Therapiehunden Cathi und Dieter. Schon der Beginn der Veranstaltung war spannend, denn Astrid kam mit ihren beiden Berner-Sennenhunden Cathi und Dieter an der Leine in den Raum. Nachdem sie klärte, ob jemand Angst, Allergien und oder Abneigungen vor Hunden habe und alle damit einverstanden waren, ließ sie die Hunde von der Leine. Dann begann sie mit einer Power-Point –Präsentation.

Mit Cathi startete Astrid Wellermann vor drei Jahren ihre tiergestützte Therapie. Es begann vor vier Jahren mit einer einjährigen Ausbildung, die voraussetzte, dass Cathi den Wesens-Test besteht, das heißt sie darf nicht griffig werden. Danach begann dann die eigentliche Ausbildung, unter anderem wurde nach einem halben Jahr am Flughafen Frankfurt unter schwersten äußeren Bedingungen die Gehorsamsprüfung abgelegt.

Hunde eignen sich sehr gut für eine Therapie bei Menschen, weil ihre Sinne sehr stark ausgeprägt sind. Der Körperkontakt eines Therapiehundes hat beruhigende Wirkung, Puls und Blutdruck sinken. Stress wird abgebaut. Zusätzlich haben Hunde die besondere Gabe mit hyperaktiven, gestressten und aggressiven Menschen umzugehen. Sie lösen Spastiken und tragen zur Entspannung bei. Es werden Ängste genommen und das Selbstbewusstsein gestärkt. Dadurch wird die Kommunikation gefördert und der Weg aus der Isolation gezeigt.

Tierärztin Marina Liebold (Tierklinik am Fernmeldeturm Sendenhorst) erklärte, dass Therapiehunde alle drei Monate durchgecheckt würden, einschließlich Kotprobe. Auf keinen Fall darf der Hund Krankheiten auf den Menschen übertragen, da der Hund engen Körperkontakt auch zu immungeschwächten Menschen hat.

Marion Krone vom Kinderhaus aus Ahlen erklärte, dass verhaltensgestörte Kinder mit Angststörungen auf die Hunde zugehen und sich öffneten. Dieses Verhalten werde sogar im Alltag übernommen und die Kinder könnten wieder Kontakte schließen und hätten dadurch mehr Lebensfreude und Lebensqualität.

Claudia Kemper (Verbundleitung der Kindergärten in Everswinkel) erzählte, wie die Kinder den Umgang mit dem Hund erlernen. Den Kindern wird gezeigt, wie sie sich einem Hund gegenüber zu verhalten haben, was ein Hund mag und was er nicht mag. Selbstverständlich gehört die Anatomie und die Erklärung der Sinnesorgane des Hundes dazu. Zum Abschluss wird eine Hundeführerscheinprüfung absolviert mit viel Spiel, Spaß und Spannung und mit mehreren Mensch-Hunde-Teams. Eines der Kinder hatte sehr große Prüfungsangst, so dass es kaum geschlafen hatte. Am nächsten Tag habe das Kind die Prüfung bestanden und seitdem sei dieses Kind viel mutiger geworden.

Martina Abel vom ambulanten Kinder- und Jugendhospiz erzählte, dass Cathi durch Körperkontakt, den Kindern mit lebenszeitverkürzten Krankheiten, Ruhe und Tiefenentspannung gebe. Die Kinder strahlten danach. Auch die Geschwisterkinder und Familien werden mit einbezogen.

Astrid Wellermann sagte zum Abschluss, dass die tiergestützte Therapie für alle alten, jungen, gesunden, erkrankten, geistig- und psychisch behinderte Menschen einen positiven Effekt hätten. Regelmäßig nimmt Astrid Wellermann am Training und Fortbildungen teil, um immer auf dem neusten Stand zu sein. Auch bietet sie seit kurzem Kindergeburtstage an, bei denen die Kinder viel Wissenswertes über den Hund in Theorie und Praxis lernen.

Alle Frauen waren tief beeindruckt von dieser Arbeit mit den Hunden. Sie erlebten einen spannenden, kurzweiligen Nachmittag im Gartenhäuschen auf dem Hof Wellermann und konnten live diese beiden tollen Hunde erleben. Danach gab es noch viel zu erzählen bei Kuchen und Kaffee. Die Hunde haben auf jeden Fall ein Paradies auf dem Hof und mit Astrid eine ideale Hundeführerin, die mit Herz und Seele wertvolle Arbeit für andere Menschen leistet.

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