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Christina Westemeyer ist neue Leiterin der Verbundschule

Über Umwege viel erreicht

Everswinkel

Christina Westemeyer ist neue Schulleiterin an der Everswinkeler Verbundschule. Sie ist dort keine Unbekannte, denn seit 18 Jahren gehört die heute 45-Jährige zum Kollegium.

Von Marion Bulla

Christina Westemeyer freut sich nun auf die verantwortungsvolle Aufgabe als Schulleiterin der Verbundschule Everswinkel. Foto: Marion Bulla

Christina Weste­meyer ist kein unbekanntes Gesicht an der Verbundschule, denn seit 18 Jahren gehört die heute 45-Jährige zum Kollegium. „Ich hatte damals gerade mein Referendariat an einer Grundschule in Bielefeld absolviert. Die konnte mich nicht übernehmen, und so bewarb ich mich. Das war im Januar 2003“, blickt sie zurück.

Bereits im Februar hatte ich sie die Zusage, in Everswinkel unterrichten zu dürfen. Allerdings an einer Schule mit Kindern und Jugendlichen. „Das ist schon ein Unterschied, denn die Grundschulsprache ist eine andere als bei den Jugendlichen“, erzählt die Telgterin.

Sie erinnere sich noch ganz genau an ihren ersten Tag. Sie sollte in einer achten Klasse Vertretungsunterricht in Englisch geben. „Das war krass, denn Englisch war eigentlich nicht mein Fach. Ich habe den Schülern Aufgaben gegeben und kein einziges Wort auf Englisch gesagt. Am Ende der Stunde kam ein Schüler zu mir und sagte: ,Das haben Sie aber auch nicht studiert, oder?’ Der Junge war pfiffig“, schmunzelt die Pädagogin im Rückblick. Sie habe im Gymnasium sogar eine Fünf in Englisch bekommen und sei dann zur Realschule gewechselt.

Ihr Abitur machte Christina Westemeyer am AWG in Warendorf. Und zwar mit Englisch als Abifach. „Ich bin nicht den geraden Weg gegangen, und das hilft mir oft in der Beratung von Eltern. Denn man kann über Umwege so viel erreichen. Ich bin jetzt Schulleiterin“, bemerkt die Pädagogin nicht ohne Stolz.

Christine Westemeyer

Mittlerweile unterrichte sie gerne die Großen. An eine Grundschule zu wechseln, komme für sie nicht mehr in Frage. Natürlich habe sie auch die Prüfung für die Sekundarstufe eins absolviert, stellt sie klar. Dass Englisch einmal ihr Fach werden könnte, hätte sie niemals für möglich gehalten. „Jetzt unterrichte ich nur Englisch“, bemerkt Christina Westemeyer.

Ihr gefalle die Vielfältigkeit, die es an der Verbundschule gebe, und sie freue sich, wenn Ehemalige zum Tag der offenen Tür an die alte Schule zurückkehren. Das zeige doch, wie wohl sie sich gefühlt hätten. Lehrerin wollte Christina Westemeyer schon von klein an werden. Das liegt vielleicht in der Familie, denn bereits ihre Mutter war Schulleiterin einer Grundschule.

Schon früh im Schulleiterteam

Die Schule mitgestalten, das habe sie immer gewollt. Deshalb war die Telgterin auch schon früh im Schulleiterteam und übernahm ebenso die Erprobungsstufenleitung. Auf Dauer wollte sie aber mehr und bewarb sich 2013 auf die Stelle der Konrektorin. Den Posten bekam Martin Wachter. Das sei nicht leicht gewesen, muss sie zugeben. Weste­meyer besuchte Fortbildungen und absolvierte die Schulleiterqualifikation. Das war im Schuljahr 2020/2021. Da war die Verbundschule schon ohne Leitung, Hubertus Kneilmann-Uekötter hatte sich in den verdienten Ruhestand begeben. 2020 hatte Westemeyer gemeinsam mit Martin Wachter, der die kommissarische Leitung innehatte, die Schule durch die Coronazeit geschifft. Das sei eine tolle Teamarbeit gewesen. Sie hätten sich super ergänzt. Sie sei eher die Kommunikative und er der Administrative. „Ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin“, sagt Christina Weste­meyer. Nun schaue sie gespannt in die Zukunft.

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