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Friedensgebete

Ukraine-Krieg bewegt die Menschen

Everswinkel

Die beiden Everswinkeler Kirchengemeinden haben vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine zu Friedensgebeten eingeladen. Das erste fand am Montagabend in der St. Magnus-Kirche statt.

Der Altar-Bereich war symbolträchtig geschmückt worden, die Gottesdienstbesucher entzündeten Kerzen mit der Bitte um Frieden. Foto: privat

Der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf das Nachbarland Ukraine treibt die Menschen rund um den Globus an. Neben den verhängten und ausgesprochenen Sanktionen durch Staaten und Staatengemeinschaften, Institutionen und Verbände sind es weltweit die Menschen, die mit ihrer Teilnahme an Demonstrationen und Friedensaktionen gegen das Kriegstreiben der russischen Regierung protestieren. In Everswinkel gab es am Montagabend ein ökumenisches Friedensgebet in der St. Magnus-Kirche, zu dem Teams aus der St. Magnus-St. Agatha- und der Johannes-Kirchengemeinde eingeladen hatten.

Über 100 Menschen waren dem Aufruf gefolgt und füllten die Everswinkeler Pfarrkirche bis oben auf der Orgelbühne. Zusammen wollten sie einen Gottesdienst feiern und ihre Verbundenheit mit der gebeutelten ukrainischen Bevölkerung zum Ausdruck bringen. Der Altar war dazu mit einer Fahne in den Farben der Ukraine umhüllt worden. Eine Christus- und Marien-Darstellung symbolisierten die Verbundenheit mit den ukrainischen und auch russischen Christen, die vielfach orthodox sind, wie Hannelie Jestädt erläutert.

Die Gottesdienst-Besucher hatten beim Eintritt Kerzen erhalten, die dann als Zeichen der persönlichen Bitte um Frieden angezündet und zum Kreuz gebracht wurden. Mit einem per CD eingespielten Lied, in dem ein Mädchen nach dem Jugoslawienkrieg seine Situation besingt und das sehr berührte, begann der Gottesdienst. „. . . doch warum Menschen andere töten, werd‘ ich nie und niemals versteh‘n“, hieß es im Refrain. „Diese Fragen, diese Enge, die uns mit Blick auf die Situation in der Ukraine erfasst, brachten wir mit einem Lied zum Ausdruck, bei dem wir auch körperlich erspürten, wie wir aus gebeugtem Stehen in die Aufrichtung kamen, wenn wir Gott die Bitte um Weite, um Stärke, um Heimat vorlegten“, beschreibt Jestädt die Atmosphäre. Mit der Ermutigung, ,wir wollen nicht aufgeben. Gott hat auch da noch Möglichkeiten, wo der Mensch schon lange keine mehr sieht‘, sei das Bittgebet um Frieden beendet worden.

„Wir haben gespürt, dass die Resonanz sehr groß ist“, und deshalb finde das Beten für den Frieden in beiden Kirchen statt, erklärt Jestädt. Am morgigen Donnerstag wird um 18 Uhr in die Johannes-Kirche eingeladen.

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