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Landfrauen in Stromberg auf Tour

Unterwegs auf dem Pflaumenweg

Everswinkel

Es drehte sich für die Landfrauen an diesem Tag alles um das Thema Pflaume – kein Wunder, denn der Pflaumenhof Stemich in Stromberg vermarktet über zehn verschiedene Pflaumen- und Zwetschgensorten. Aber es ging nicht allein um die Einblicke in den Hofalltag. Natürlich stand auch eine Wanderung auf dem „Pflaumenweg“ auf dem Programm.

Marion Stemich (l.) vom gleichnamigen Pflaumenhof in Stromberg erklärte den Landfrauen aus Everswinkel und Alverskirchen die Verarbeitung und Vermarktung der Pflaumen. Foto: Landfrauenverband

Die Erzeugung und Herstellung regionaler Produkte stehen verstärkt im gesellschaftlichen Fokus. Die Verarbeitung und Vermarktung dieser Produkte unter landwirtschaftlichen Aspekten liegen im besonderen Interesse der Landfrauen. Eine Gruppe Landfrauen aus Alverskirchen und Everswinkel machte sich jüngst auf den Weg nach Stromberg und besichtigte den Pflaumenhof Stemich, auf dem über zehn verschiedene Pflaumen – und Zwetschgensorten angebaut werden.

Bekannt ist dieser Hof unter anderem aus der Sendung „Land & Lecker“. Im vergangenen Jahr hat Marion Stemich an dieser Serie teilgenommen und die Chance genutzt, ihren Hof den teilnehmenden Landfrauen vorzustellen. Die Gruppe erreichte den Hof zu Fuß von Stromberg kommend über den sogenannten Pflaumenweg, einem Wanderweg, der eigens der Pflaume gewidmet wurde. Unterwegs bekamen die Frauen einen Eindruck über das Anbaugebiet in Hanglage. Die am Wegesrand stehenden Pflaumenbäume luden zur ersten Verkostung ein.

Betriebsweise auf dem Vier-Generationen-Hof

Marion Stemich erklärte den Landfrauen die Betriebsweise des Vier-Generationen-Betriebes. Der Hof, der im Nebenerwerb geführt wird, vermarktet die Pflaumen eigenständig im Hofladen. Neben dem frischen Angebot werden die Pflaumen im Kuchen und als Mus verarbeitet. Ein weiterer Teil wird eingelegt und gedörrt verkauft.

Die Landfrauen waren auf dem Stromberger Pflaumenweg unterwegs. Foto: Foto: Landfrauenverband

Bei Kaffee und Pflaumenkuchen erfuhren die Landfrauen auch einiges über den Einzug der Pflaume in das Stromberger Gebiet. 1790 brachte ein Oelder Amtsschreiber die Pflaume aus Südfrankreich mit. Der Mergelboden passte gut und die an der Stromberg Höhenburg angepflanzten Bäume entwickelten sich prächtig und brachten gesunde Früchte mit intensivem Geschmack. Mittlerweile ist die „Stromberger Pflaume“ eine geschützte Ursprungsbezeichnung. In den 40er Jahren gehörte Stromberg zu den größten Obstanbaugebieten Deutschlands. Die Landfrauen genossen den Einblick in den Familienbetrieb. Die Frage nach dem Rezept für den leckeren Pflaumenkuchen blieb jedoch unbeantwortet. „Das Rezept bleibt unserer Familiengeheimnis“, lacht Marion Stemich augenzwinkernd.

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