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Tour zu Alverskirchener Bildstöcken

Viel Geschichte am Wegesrand

Everswinkel

Eine kulturhistorische Entdeckungstour zu religiösen Kulturdenkmälern in den umliegenden Bauerschaften stand jüngst für die Gruppe „Fit ab 50“ unter der Leitung von Marlies Harms und Norbert Seidel auf dem Programm.

Franziska Freifrau von Twickel vermittelte an den Bildstock- und Wegekreuz-Stationen die jeweiligen Informationen zu den Objekten. Foto:

Unter fachkundiger Führung von Franziska Freifrau von Twickel wurden den 14 Radlern an den Stationen die historischen Hintergründe erklärt, die zur Errichtung dieser christlichen Darstellungen geführt haben. Wegekreuze, Bildstöcke und Wegkapellen in Everswinkel und den umliegenden Bauerschaften gibt es viele. Sie sind Ausdruck von früherer Volksfrömmigkeit und hatten starke Bezüge zum Schicksal der hier lebendenden Menschen. Ihre Standorte und die Motive zur Errichtung sind typisch und beispielhaft für die gesamte Region. Lob, Bitte und Dank sind Gründe, warum Gläubige Wegekreuze aufgestellt haben. Bildstöcke und Wegekreuze dienen noch heute bei den jährlichen Prozessionen als Segensaltäre. Besonders sehenswerte Stationen sind die Kapelle der Familie Kröger, Wegekreuze bei Gerbermann, Lütke Holling, das Hollinger Kreuz, das Hofkreuz bei Leivermann und am Gut Brückhausen, das Kreuz der Familie Knoche sowie der Bildstock der Familie von Twickel.

Der älteste Bildstock in Everswinkel stammt von 1699 und findet sich am Hof Averberg. Während des wirtschaftlichen Aufschwungs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert erlebten die Bildstöcke und Wegekreuze eine neue Blütezeit. Im 20. Jahrhundert waren viele Exemplare stark verfallen, wurden restauriert und vor der Zerstörung gerettet. Damit lebte auch das Interesse an der Errichtung von Bildstöcken und Wegekreuzen wieder auf. In den folgenden Jahrzehnten entstanden etliche neue Werke – zum Teil als Ersatz für solche, die nicht mehr restauriert werden konnten. Nach der Radtour, die bei herrlichem Sommerwetter durch Wald und Flur führte, stärkte sich die Radgruppe mit kühlen Getränken am Landhaus Bisping und ließ die gewonnenen Eindrücke noch einmal Revue passieren.

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