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Pfarrversammlung St. Magnus - St. Agatha

Viel zu tun für neuen Pfarreirat

Everswinkel

Auf den neu gewählten Pfarreirat in St. Magnus-St. Agatha warten zahlreiche neue Aufgaben, umso mehr galt der Dank von Pfarrer Pawel Czarnecki den neuen Mitgliedern, die ihre Bereitschaft erklärt hatten, die Pfarrgemeinde durch ihre Mitarbeit im Pfarreirat tatkräftig zu unterstützen.

In der einberufenen Pfarrversammlung ging es um den neuen Pfarreirat sowie um eine Bilanz des bisherigen Pfarreirates. Eine zeitgleiche Wahl des Kirchenvorstandes und des Pfarreirates wird es übrigens erst 2033 wieder geben. Foto: Kirchengemeinde

In einer gesondert einberufenen Pfarrversammlung sind die neun Kandidaten für den neuen Pfarreirat von den erschienenen Gemeindemitgliedern im Pfarrheim gewählt worden. Damit ist Agnes Franke, Monika Jestädt, Bernhard Laufhoff, Petra Preuschhoff, Renate Querdel, Nicole Rademacher, Susanne Richter, Anneliese Rielmann und Jannik Steinhoff der Rücken für ihre künftige Arbeit gestärkt worden. „Und dies ist auch erforderlich für die vielen Aufgaben, Wünsche und Anregungen, die auf das Gremium warten“, heißt es in einer Pressenotiz der Pfarrgemeinde.

Der bisherige Pfarreiratsvorsitzende Martin König-Drzysla leitete die Versammlung und erinnerte beim Rückblick auf die vergangenen vier Jahre an den Weggang Pfarrer Hagedorns, die Zeit der Pfarrverwaltung mit Pfarrer Dr. Peitzmann, den Start von Pfarrer Czarnecki, die umfangreiche Sanierung der St. Magnus-Kirche und die herausfordernden Rahmenbedingungen unter Corona. Pfarrer Czarnecki dankte dem scheidenden Pfarreirat für die Arbeit. Nach der einstimmigen Zustimmungswahl dankte er den neuen Mitgliedern, dass sie sich für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt haben. Dies vor dem Hintergrund, dass der Wahlausschuss von vielen Befragten Absagen erhalten habe, weil es aus familiären oder beruflichen Gründen nicht möglich sei.

Blick in die Zukunft

Mit einem Blick in die Zukunft wies Czarnecki auf geplante Aktionen anlässlich des 500-jährigen Bestehens der St. Magnus-Kirche hin. Wichtig sei es, sich das Wochenende vom 19. bis 21. August frei zu halten, wenn das Patrozinium mit einem Pontifikalamt gefeiert werde. 2022 gilt es auch „Zehn Jahre Schatzkammer St. Agatha“ zu feiern. Begonnen wird mit der Aktion „Socken für den König“; es werden Spenden für die Vervollständigung der Krippe in der St. Agatha-Kirche gesammelt.

Neben einem Engagement auf örtlicher Ebene wurden die Zuhörer auch auf den vom Papst initiierten synodalen Weg – Synodale Kirche 2021 bis 2023 hingewiesen. Hier habe jeder persönlich die Möglichkeit, sich mit eigenen Perspektiven zu zehn Themenfeldern einzubringen (Näheres dazu: www.bistum-muenster.de/weltsynode).

Ein weiterer Hinweis ließ die Zuörer aufhorchen, war bei vielen doch sofort der Gedanke an eine weitere Fusion präsent. Pfarrer Czarnecki wies dies aber zurück und erläuterte, dass das Bistum wegen der bis 2030 auf 50 Prozent sinkenden Zahl der aktiven Geistlichen einen Prozess angestoßen habe, wie bei dem reduzierten Personalbestand die Gemeinden seelsorgerisch betreut werden könnten. Dazu würden nun Kriterien erarbeitet, wie pastorale Räume gegliedert werden könnten, ohne die derzeitigen Pfarrgemeinden aufzulösen.

Prozess der pastoralen Räume

In diesen Prozess fallen auch Überlegungen, Verantwortung in den Pfarreien in den Bereich der Laien zu verlagern. Aus der Pfarrversammlung kam dazu der klare Hinweis, dass es doch wichtig sei, bei den Überlegungen und Entscheidung auch die Laien zu beteiligen und zu hören. Wichtig sei es auch, die Laien, denen dann Verantwortung übertragen werden soll, darauf entsprechend vorzubereiten.

Zum Abschluss nahm König-Drzysla etliche Wünsche und Anregungen entgegen, die der neue Pfarreirat bei seiner Arbeit einbeziehen kann. Hierbei ging es etwa um ein kreatives Gemeindeleben mit akzeptierter Individualität, gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung in den Gremien oder eine offene und kreative Gottesdienstgestaltung. Wichtig sei auch, die Ökumene im Blick zu haben und die caritative Aufgabe als Kirche nicht zu vergessen.

In diesem Monat kommt der neue Pfarreirat zur konstituierenden Sitzung zusammen und wird im Januar in einer Klausurtagung in Münster diese Anregungen in seine Überlegungen zur künftigen Arbeit einbeziehen. Die weitere Arbeit vor Ort findet dann auch in Sachausschüssen statt. Interessierte Gemeindemitglieder, die in Ausschüssen oder projektbezogen mitarbeiten möchten, können sich auf der Internetseite unter www.magnus-agatha.de/unsere-kirchengemeinde/pfarrereirat/ informieren und Kontakt aufnehmen.

Die gewählten Mitglieder des Pfarreirates mit (reihenweise v.l.): Renate Querdel, Petra Preuschhoff, Jannik Steinhoff, Anneliese Rielmann, Nicole Rademacher, Monika Jestädt, Susanne Richter, Agnes Franke und Bernhard Lauhoff Foto: Kirchengemeinde
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