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OGS-Erweiterung

Vier Container für den Übergang

Everswinkel

Das Warten hält an. Ohne die Baugenehmigung können weder Ausschreibungen getätigt noch Baukosten genau berechnet werden für die Aufstockung des Grundschulgebäudes. Die Erweiterung der OGS drängt. Um über die nötigen zusätzlichen Raumkapazitäten zum neuen Schuljahr zu verfügen, werden Container-Module auf dem Schulhof aufgestellt.

Von Klaus Meyer

In Sachen OGS-Erweiterung und Aufstockung des Grundschultraktes ist weiterhin Geduld gefragt. Jenseits der Festhalle sollen Container zunächst für den erforderlichen zusätzlichen Raum sorgen. Foto: Klaus Meyer

Die letzte öffentlich diskutierte Baukostensumme lag bei 2,1 Millionen Euro, vorgestellt vom verantwortlichen Architektenbüro im Februar im Bauausschuss. Eine Berechnung aus dem Dezember. Vor dem Ukraine-Krieg und den damit noch einmal beschleunigten Preissteigerungen auf dem Bausektor. FDP-Fraktionsführerin Kirsten Heumann sprach jüngst beim Orts-Parteitag der Liberalen von einer Verteuerung um „100 Prozent über Plan“, von Zeitverlust und Trödelei und einem Erweiterungsprojekt, das sich „wie Kaugummi zieht“.

Wie Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher auf WN-Anfrage bestätigt, lag bislang noch keine Baugenehmigung für die Aufstockung des Gebäudes vor. Somit sei „auch der Zeitplan mit Ausschreibung, Vergabe und Bau ,nach hinten offen‘“. Auch die letztendliche preisliche Landung ist noch offen. „Neue und valide Zahlen können ehrlicherweise erst gerechnet werden, wenn eine genehmigte Planung vorliegt.“

Die Verzögerungen im Genehmigungsverfahren hängen derzeit an der Lösung brandschutzrechtlicher Fragen. Die Probleme bei der Beschaffung benötigter Baumaterialien – Stichwort Holzfassade – kommen möglicherweise dann noch dazu. „Materialknappheit und überhaupt die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und ausführenden Firmen ist ein allgemeines Problem, das wir auch bei anderen Baumaßnahmen zu spüren bekommen“, weiß Reher. „Näheres wissen wir aber erst, wenn es tatsächlich in die Ausschreibung und Vergabe geht.“

Jüngst wurde im Bauausschuss kurz eine Container-Anmietung für die OGS angesprochen. Eine Notmaßnahme wegen der Verzögerungen? Nein, wie Reher erklärt, die Anmietung sei ohnehin geplant gewesen, „weil ab dem kommenden Schuljahr 2022/23 eine Vierzügigkeit in der Grundschule eingerichtet werden wird. Ein bisher durch die OGS genutzter Raum muss dann wieder als Klassenraum zur Verfügung stehen.“ Somit müsse bis zur Fertigstellung der OGS ein Raumangebot geschaffen werden.

Vorgesehen sind vier Container-Module mit jeweils sechs Metern Länge und 2,5 Metern Breite, die in einer Reihe aufgestellt werden, um dann zusammen einen zehn Meter langen Raum zu bilden, der dann frei gestaltet werden kann. Platz finden sollen die Module neben dem Mini-Spielfeld hinter der Festhalle, um die größtmögliche Nähe zur Grundschule sicherzustellen. „Die Aufstellung soll natürlich vor Beginn des Schuljahres 2022/23 erfolgen. Eine Anmietung ist zunächst für 24 Monate geplant“, erklärt Reher. Wann es mit der OGS-Aufstockung konkret wird, kann er dagegen noch nicht sagen. „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen können. Aufgrund der noch zu klärenden Baugenehmigungsfragen können wir derzeit aber noch keine Prognose zum Bauzeitraum abgeben.“ Der Bauantrag ist laut Kreissprecherin derzeit noch in der Bearbeitung.

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