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Udo Wortmann feiert Betriebsjubiläum bei Aschendorff

Vom Autosattler zum Personaldisponenten

Everswinkel

Seine jetzige Tätigkeit hat mit dem, was er ursprünglich gelernt hat, nichts zu tun: Udo Wortmann, der am heutigen 1. Juli seit 25 Jahren im Hause Aschendorff arbeitet, hat sich zu Beginn seines beruflichen Lebens dem Handwerk des Autosattlers gewidmet.

Mit Zustellern zu telefonieren ist eine der Hauptbeschäftigen von Udo Wortmann an seinem Arbeitsplatz in Sendenhorst. Foto: Josef Thesing

Seine jetzige Tätigkeit hat mit dem, was er ursprünglich gelernt hat, nichts zu tun: Udo Wortmann, der am heutigen 1. Juli seit 25 Jahren im Hause Aschendorff arbeitet, hat sich zu Beginn seines beruflichen Lebens dem Handwerk des Autosattlers gewidmet. Anschließend wechselte der 58-Jährige, der in Münster geboren wurde und seit langem in Everswinkel lebt, in den öffentlichen Dienst. Zunächst arbeitete der Vater zweier erwachsener Kinder als OP-Helfer in der Uniklinik, dann am Hygieneinstitut für Wasser, Boden und Luft.

Durch seinen Bruder Lothar, der damals in der Buchbinderei arbeitete, kam er zu Aschendorff. Er bewarb sich als Vertriebsinspektor, wie das damals hieß, und wurde zum 1. Juli 1996 eingestellt. Sein Chef, den er sehr schätzte, war Walter Eggenstein, der ihm aber gleich mit auf den Weg gegeben habe, dass es Zeit brauche, bis er alle Kenntnisse intus habe, erzählt Wortmann. Heute arbeitet Wortmann als Personaldisponent im Team Südost der Logistik, das seinen Sitz in der Alten Molkerei in Sendenhorst hat.

Die Arbeit habe sich in den vergangenen 25 Jahren radikal verändert, berichtet der Everswinkeler. „Früher war ich selbst noch nachts für die Ablage- und Leserkontrolle unterwegs.“ Und Zeitung ausgetragen hat er auch. Heute dienen das Telefon und andere technische Tools der Kommunikation mit den Zustellern. Dabei geht es vor allem darum, den Zustellerstamm zu betreuen und die Vertretungen in den Bezirken zwischen Ascheberg, Baumberge, Rinkerode, Ahlen und anderen Bereichen für die kommende Nacht sicherzustellen. Dabei sind zuweilen viele Löcher zu stopfen, vor allem, wenn der Krankenstand jahreszeitlich bedingt hoch ist.

Persönliche Kontakte zu den Boten sind – zuletzt auch Corona-bedingt – aus seiner Sicht leider kaum noch möglich. „Es wäre gut, ab und zu mal vorbeizufahren und zu sehen, wie es so geht“, schätzt Wortmann das Persönliche – auch im Team in Sendenhorst. Gleichwohl: Einstellungsgespräche finden natürlich immer noch persönlich im Konferenzraum in Sendenhorst statt, seit vielen Monaten mit FFP2-Maske. Die Organisation der Briefzustellung ist eine weitere Aufgabe, die in einigen Orten zu stemmen ist. „Die größte Herausforderung ist, ausreichend Personal zu bekommen“, sagt Wortmann. Sein Hobby, das Kicken, musste er aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen, bedauert er. Aber so bleibt auch ausreichend Zeit für ausgedehnte Fahrradtouren mit seiner Frau.

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