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Kulturwiesen präsentieren A-cappella-Gruppe „Die Draufsänger“

Von Herzen und aus dem Bauch

Alverskirchen

Von „Es war Sommer“ bis hin zu selbst komponierten Stücken reicht das Repertoire der „Draufsänger“. Das Sextett begeisterte im Rahmen der Kulturwiesen mit fröhlichem A-cappella-Gesang.

Von Marion Bulla

„Die Draufsänger“ begeisterten ihre Fans mit unterhaltsamen A-cappella-Sounds auf höchstem Niveau. Das Repertoire des sechsköpfigen Ensembles ist breit gefächert und bietet eigene Stücke, aber auch Hits und Klassiker aus Pop, Rock und Schlager. Foto: Marion Bulla

Fans von A-cappella

-Musik kamen am Sonntagabend bei den Kulturwiesen ganz sicher aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Denn auf der Bühne standen „Die Draufsänger“ – bekannt für a cappella auf höchstem Niveau. „Zunehmend heiter“ lautet der Titel des aktuellen Programms, und der hielt, was er versprach.

Die sechs Sänger in zum Motto passenden T-Shirts hatten ihr Publikum von Beginn an im Griff. Schon bei „Buona Sera Senorita“ gab es frenetischen Applaus. „Als wenn ein ganzes Orchester auf der Bühne stünde. Dabei kommen die Töne nur durch die Stimmen zustande“, staunte eine Besucherin.

Als das Sextett „Und es war Sommer“ von Peter Maffay anstimmte, sang fast das ganze Publikum laut mit. Immer wieder beim Refrain auch alleine. Obwohl der mit „Ich war 17 und sie 81 . . .“ nicht ganz dem Original entsprach. „Und jetzt die Hände nach oben“, riefen die Sänger in die Menge. Klar, dass sich die Fans nicht lange bitten ließen. Bestens gelaunt streckten sie die Hände in die Höhe und wiegten sich im Takt.

Witzig und leicht überzogen

Viele Arrangements erzählten von alltäglichen Situationen, meist witzig oder leicht überzogen. Die meisten Stücke, die an diesem Abend zu hören waren, stammten aus der eigenen Feder des Vokal-Ensembles. Vor jedem Stück wurde eine kurze Geschichte oder Anekdote von einem der Künstler vorgetragen, der mit einer lustigen Pointe das Thema des Liedes einleitete. Etwa was es für Folgen haben könnte, falsche Entscheidungen zu treffen. „Wir haben jetzt einen Hund und ich spiele seither die zweite Geige“, bemerkte einer der Sänger und sang ein trauriges „blubediblu“. Weiter ging es mit genial vorgetragenen A-cappella-Sounds. Es ging um Freundschaft, Urlaub, Partnerschaft und Ehrlichkeit und dem Klimawandel.

„Mein Gefühl ist zunehmend heiter“, bemerkte einer der Sänger, bevor der Klassiker „Wochenend und Sonnenschein“ erklang. „Unsere Musik kommt von Herzen und nicht selten aus dem Bauch“, erzählte einer der Sänger, um dann die Regel Nummer Eins im Vokalensemble zu unterstreichen: „Stell dich hin und sing“.

Mit jeder Menge Wortwitz zeigten die Vokal-Akrobaten sich so meisterlich und intensiv, dass die Zuhörerschaft sogar Zwischenapplaus gab. Immer wieder nutzte das Sextett alle Töne der Tonleiter und imitierte in perfekter Art die verschiedenen Instrumente.

Sextett feiert 30. Geburtstag

Wenn „Die Draufsänger“ gemeinsam auf der Bühne stehen und singen, dann spürt man sofort eine musikalische Harmonie, die das gewisse Etwas ausmacht. Die Einheit, die mitreißt und unter die Haut geht. Das war auch an diesem Abend so. Gänsehaut pur. In diesem Jahr feiert das Sextett als Gruppe übrigens seinen 30. Geburtstag.

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