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Zeit für perfekte Schüsse

Sportschützen freuen sich über neue elektronische Anlage

Everswinkel

Vor rund 53 Jahren starteten die Sportschützen des SC DJK Everswinkel mit ihrem Training in der ehemaligen Gaststätte Arning. Auf vier Bahnen musste man damals die Scheibe noch von Hand per Kurbel für den Beschuss nach hinten kurbeln. Es war der Anfang einer besonderen Sportgeschichte in der Vitus-Gemeinde.

Freude auf der Schießanlage der Sportschützen: Der Vorsitzende des SC DJK, Martin Steinbach, Schützen-Abteilungsleiter Thomas Schneider und Schießtrainerin Heike Siemann (v.l.).  Foto: SC DJK

Ein wahrer Fortschritt war es dann, als man 1988 an die Bergstraße umzog und dort mit sechs Ständen eine elektrische Anlage bekam. Mit einem kleinen Schalter wurden die Scheiben auf Distanz gebracht und zurückgeholt. „Doch der Zahn der Zeit hat nach 44 Jahren seine Spuren an den elektrischen Anlagen hinterlassen. So kam es dann vor, dass im Sommer die Hälfte der sechs Anlagen ausfiel und ein normaler Schießbetrieb dadurch nicht mehr vernünftig möglich war“, machen Schießtrainerin Heike Siemann und Schützen-Abteilungsleiter Thomas Schneider deutlich. Eine Lösung musste also her, damit Training und Wettkämpfe wieder angemessen stattfinden können.

Heike Siemann und Thomas Schneider, Sportschützen

Einen großen Entwicklungsschritt gibt es nun bei den Everswinkeler Sportschützen zu vermelden. Die die elektrischen Anlagen, die 1988 noch ein Novum darstellten, wurden nun durch elektronische Anlagen ersetzt. „Zur Realisierung dieses Projektes war ein kompletter Umbau notwendig, der sich dank fleißiger Helfer unkompliziert und schnell vollzog“, heißt es weiter.

Kürzlich wurden dann die alten Anlagen mit ihren Bändern abgebaut, und die neue Technik hielt Einzug. Dafür mussten Lan-Kabel verlegt werden, damit der Messrahmen (das Ziel) mit dem Tablet am Schützenstand verbunden werden konnte, ohne dass diese sichtbar sind. Von nun an wird auf den Messrahmen geschossen, und der Schuss wird direkt auf dem Tablet angezeigt. Bei einer „10“ – sprich einem Volltreffer – leuchtet der Punkt rot, bei einer „9“ gelb und alle anderen Schüsse werden blau angezeigt.

Jeder Schütze kann so recht einfach erkennen, ob die Schüsse mittig sind oder ob noch kleine Einstellungen am Gewehr notwendig sind, um die Schüsse perfekt ins Ziel zu bringen. Zum Schluss wurde die Arbeit dann von einem Sachverständigen abgenommen und der Schießbetrieb wurde wieder freigegeben.

Nun hieß es noch, das Programm mit seinen vielen Möglichkeiten kennenzulernen. Somit drückten selbst gestandene Sportschützen noch einmal die „Schulbank“ und bekamen eine Einweisung in die neue Anlage. Nur ein enger Kreis der Sportschützen wusste von der Aktion, so dass die Überraschung sehr groß war, als man nun jüngst die Sportschützen kurzfristig auf den Schießstand einlud. Der Dank der Sportschützen gilt den fleißigen Handwerkern und dem SC DJK, die den technischen Entwicklungssprung ermöglicht haben.

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