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55 Jahre Ferienhof Winkelkötter - 25 Jahre "Sauwohlfühlhof"

Ziel für paradiesische Familienzeiten

Alverskirchen

Auf dem "Sauwohlfühlhof" ist der Name Programm. Denn hier fühlen sich nicht nur die Tiere wohl, sondern auch die Urlaubsgäste. Dafür sorgt ein großes Angebot an Freizeitmöglichkeiten.

Von Marion Bulla

Jede Menge Tiere und Freizeitmöglichkeiten: Im Frühjahr sind auch Alpaka-Touren geplant. Foto: Marion Bulla

Ferien auf dem Bauernhof liegen im Trend und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das wissen auch Clemens Winkelkötter und seine Söhne Niklas und Jendrik. Das Trio ist ein echtes Dream-Team und betreibt gemeinsam in nunmehr dritter Generation den familieneigenen Ferienhof in der Bauernschaft Evener in Alverskirchen. Normalerweise ist der Hof im Durchschnitt zu 75 Prozent mit Gästen belegt. Im vergangenen Jahr waren es aufgrund der pandemischen Lage lediglich 20 Prozent. „Wir hatten sogar noch Glück, denn touristische Gäste zu beherbergen, war verboten. Wir durften allerdings einige Firmenmitarbeiter unterbringen“, erklärt Clemens Winkelkötter.

Die Zeit ohne Feriengäste nutzte die Familie für umfangreiche Restaurierungen und Erweiterungen. So wurden die Grünanlagenbewässerung erneuert, der großzügig angelegte Spielplatz erweitert und mit moderneren Spielgerätschaften ausgestattet. Ebenso wurde ein Lärmschutzwall aufgeschüttet, und auch das Fußballfeld auf dem weitläufigen Außenareal wurde vergrößert, so dass hier nun nach Lust und Laune gekickt und gebolzt werden kann. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen – kein Problem, dann geht es in die 600 Quadratmeter große Indoor-Halle mit Soccer-Platz und Aufenthaltsraum.

Trampoline und Riesen-Kicker

Es gibt ein großes Angebot an Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Neben einem umfangreichen Fuhrpark an Kettcars und anderen Spaßfahrzeugen gibt es zwei große Trampoline und ein Bällebad. „Das kommt bei Groß und Klein gut an“, bemerkt Clemens Winkelkötter und fügt hinzu, sie würden immer nach besonderen Dingen schauen, die es nicht überall gebe. Wie etwa die Mutter-und-Kind-Schaukel oder den Riesen-Kicker.

Zehn Wohnungen stehen den Gästen zur Verfügung. „Oft werden mehrere gleichzeitig gebucht für große Gruppen oder Familien. Das ist eine super Sache, wenn jede Familie ihre eigene Wohnung hat, aber alle im großen Gemeinschaftsraum zusammenkommen können“, erzählt Niklas Winkelkötter. Camper konnten die Winkelkötters auch schon auf den drei neu angelegten Stellplätzen begrüßen. „Corona hat ja einen wahren Campingboom ausgelöst. Da gucken wir mal, wie sich die Nachfrage entwickelt“, schickt Jendrik Winkelkötter voraus. Wert legt die Familie auch auf Nachhaltigkeit. So gibt es jede Menge Blühstreifen, und auch auf dem neuen Lärmschutzwall wurde an die Insekten gedacht. Geheizt wird mit einer Holzhackschnitzelheizung.

Auch Dammwild wohnt auf dem Hof. Foto: Marion Bulla

Vor 25 Jahren hatte Clemens Winkelkötter die Idee, den Hof in „Sauwohlfühlhof“ umzubenennen. Auf dem Hof wohnen, klar, Schweine, aber ebenso Schafe, Dammwild, Kaninchen, Hasen, Meerschweinchen, Hühner und Ziegen. Zur großen Freude der vielen Gäste, in erster Linie Familien mit Kindern, die das vielfältige Angebot genießen. Hier finden sie Ruhe, Erholung und allerlei Aktivitäten. Einige kommen jeden Sommer in die Gemeinde. Die meisten reisen aus dem Ruhrgebiet an. „Die Kinder sind immer ganz begeistert, wenn sie die Tiere füttern dürfen, die Kaninchen streicheln oder auf Eiersuche gehen. Liegt dann tatsächlich ein Ei im Nestgelege, dann ist die Freude stets riesengroß“, erzählt Jendrik Winkelkötter.

Alpaka-Touren geplant

Ein weiteres Highlight bietet Winkelkötter zudem zum Frühjahr an. Geplant ist, trendige Alpaka-Touren für die Gäste mit ins Programm aufzunehmen. Die drei kuscheligen Tiere mit Namen Pedro, Horst und Schröder und Besitzer Josef Herding freuen sich schon auf ausgedehnte Spaziergänge.

Bis vor wenigen Monaten stand bei der Familie Winkelkötter die Landwirtschaft im Vordergrund. Foto: Marion Bulla

Seit mehr als 55 Jahren bietet die Familie Winkelkötter Ferien auf dem Bauernhof an. Noch bis vor wenigen Monaten stand die Landwirtschaft mit 250 Muttersauen und Ackerbau im Vordergrund. „Das lohnt sich nicht mehr für uns, deshalb haben wir das stark zurückgefahren und die meisten der Muttertiere verkauft“, erklärt Jendrik Winkelkötter. Der 26-Jährige ist selbst ausgebildeter Agrarbetriebswirt. Sein drei Jahre älterer Bruder Niklas hat Maschinenbau studiert. Vater Clemens freut sich, dass der Nachwuchs den Familienbetrieb weiterführen möchte. „Das ist ein wirklich gutes Gefühl“, so der 61-Jährige.

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