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Gestaltungselemente für Alverskirchens Mitte

Zurückhaltende Attraktivierung

Alverskirchen

Die Gemeindeverwaltung hat nach dem ersten Ideen-Aufschlag in den vergangenen Monaten verschiedene Bürger-Beteiligungen im Hinblick auf Gestaltungsideen für den Kirchplatz St. Agatha in Alverskirchen durchgeführt. Dazu gab es Abstimmungen mit der Kirchengemeinde. Jetzt wurden die konkreten Planungen für den Bereich im Bezirksausschuss vorgestellt.

Von Klaus Meyer

Eine große Fläche für viele Möglichkeiten. Nach Bürgerbeteiligung und Gesprächen mit der Kirchengemeinde haben sich Gemeinde und Kommunalpolitiker für eine zurückhaltendere Attraktivierung des Kirchplatzes mit dezenten Elementen entschieden. Foto: Klaus Meyer

AlverskirchenDer revolutionäre Wurf ist es nicht, der sich im November vergangenen Jahres andeutete, als Philipp Elsbernd und Bernd Schumacher ihre skizzierten Gestaltungsideen für Alverskirchens Dorfmitte präsentierten. Seinerzeit sprach Elsbernd von einer Boule-Bahn, Bänken und einem Wasserspiel für den Platz hinter der St.-Agatha-Kirche. Darüber ist die Realität nun hinweggegangen. Und auch von der angesprochenen breiten Treppenanlage vom Kirchplatz zur Hauptstraße war im Bezirksausschuss keine Rede mehr. Ganz abgehakt ist der Gedanke indes noch nicht.

Als das Thema am Dienstagabend ab 19 Uhr diskutiert wurde, läutete wie bestellt die Kirchenglocke von St. Agatha dazu. Ziel ist es, den Dorf-Treffpunkt zu stärken und sich mit dem Areal vom Kirchplatz bis zu den Kastanien „intensiv zu beschäftigen“. Nach den Gestaltungsskizzen vom November, bei denen man laut Elsbernd „relativ frei gedacht“ habe, gab es diverse Termine und es gab Bürgerrundgang und Bürgerbeteiligung. „Wir haben das Projekt jetzt in zwei Teile aufgeteilt“ – einmal rund um die Kirche sowie der Bereich Hauptstraße/Kastanien. Letzterer sei nicht ganz so schnell erarbeitet. „Je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr Herausforderungen stellen sich dazu“, sagte Elsbernd, der sich an diesem Abend somit erst mal nur dem Kirchplatz widmete.

Mit den beteiligten Bürgern habe man sich auf einen Konsens geeignet, und die Kirchengemeinde habe sich offen gezeigt. „Wir haben Interesse daran, dass der Kirchplatz öffentlich zugänglich ist“, hob Elsbernd hervor. Im südwestlichen Bereich am Kreuz, der sich für Aufenthalte anbiete und gut einsehbar sei, werden die alten Bänke durch zwei neue Holzbänke ersetzt und um einen kleinen Tisch sowie einen Abfalleimer ergänzt. Eine weitere Bank ist am Pfarrhaus vorgesehen. Am südlichen Rand des Kirchplatzes wird eine Rundbank um den Ahorn-Baum oder eine halbrunde Bank an der Innenseite der Mauer (plus Absturzsicherung zur Straße) Platz finden.

Hinter der Kirche sind neue Radständer mit Anlehnbügeln geplant. „Die sehen gut aus, sind robust und recht preiswert“, so Elsbernd. Die Laterne am Pfarrheim, die aus Sicht vieler Bürger im Weg stehe, soll zur Grünfläche hin verlagert werden. Zudem ist eine Verbesserung der Stromversorgung auf dem Kirchplatz durch einen Verteilerkasten angedacht. Entgegen der ursprünglichen Gedanken soll die Grünfläche mit dem Ehrenmal unberührt bleiben. Insgesamt somit eine zurückhaltendere Attraktivierung „mit ein paar dezenten Elementen“, wie es Elsbernd formulierte. Der CDU-Ortsvorsitzende Werner Lemberg brachte einen Brunnen ins Spiel, der für Begegnungen und Belebung sorge, wie sich am Magnusplatz in Everswinkel zeige. Auch ein Trinkwasserspender sei sinnvoll. Beide Elemente wären allerdings mit hohen Kosten für Wartung und Instandhaltung verbunden, gab Elsbernd zu bedenken.

Die Kosten für die vorgestellte Möblierung inklusive Rückbau und Fundamentarbeiten bezifferte er auf etwa 27.500 Euro, die aus Mitteln des Gemeinde-Entwicklungskonzeptes gedeckt sind. Man darf gespannt sein auf den zweiten Teil der Attraktivierungsideen für den südlichen Bereich an der Hauptstraße. Etwas mehr Gestaltungsmut dürfte es da schon sein.

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