1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Everswinkel
  6. >
  7. Zwei Schaufenster für St. Magnus

  8. >

Neuer Kunstführer und Online-Präsentation der Pfarrkirche im Jubiläumsjahr

Zwei Schaufenster für St. Magnus

Everswinkel

Das Jubiläumsjahr der St. Magnus-Kirche beschert der Kirchengemeinde nicht nur eine überaus gelungene Sanierung und Renovierung der Pfarrkirche, sondern auch gleich den passenden neuen Kirchenführer mit dazu. Und auf der Homepage steht die Kirche nun auch detailreich im Schaufenster.

Von Klaus Meyer

Im handlichen Format und in hochwertiger Gestaltung hat die Kirchengemeinde einen Kirchenführer erstellt, in dem die Pfarrkirche und ihre Ausstattung auf sehr gelungene Weise vorgestellt werden. Foto: Klaus Meyer

Das gedruckte Ergebnis ist nicht nur hochwertig und handlich, sondern auch sehenswert. Das 14,5 mal 14,5 Zentimeter große Heftchen bietet einen inhaltlich informativen und durch die Fülle an großformatigen professionellen Fotos attraktiv gestalteten Überblick über das nunmehr 500 Jahre alte Gotteshaus im Zentrum Everswinkels.

„Die Idee ist ursprünglich im Sommer entstanden im Hinblick auf das Jubiläum“, erklärt Pfarrer Pawel Czarnecki. „Es war klar, der alte Kirchenführer war mittlerweile knapp 40 Jahre alt.“ Eine halbe Ewigkeit also und im Vergleich mit heutigen Druck-Erzeugnissen aus der Zeit gefallen. „Als wir mit der Renovierung angefangen haben, kam das Thema seinerzeit schon auf“, blickt die Pfarreiratsvorsitzende Agnes Franke zurück.

„Kultur in ländlichen Räumen“

Angesichts des riesigen Renovierungspakets wäre so ein „Sahnehäubchen“ natürlich schwerlich zu realisieren gewesen. Da kam die Bundesförderung gerade recht. Ziel des Soforthilfeprogramms „Kirchturmdenken. Sakralbauten in ländlichen Räumen: Ankerpunkte lokaler Entwicklung und Knotenpunkte überregionaler Vernetzung“ ist es, sowohl unverändert bestehende wie auch ehemalige Sakralbauten und Klosteranlagen „als Orte für Kulturangebote auch in strukturarmen ländlichen Regionen zugänglich zu machen, regionale Zugehörigkeit und gesellschaftliche Integration zu stärken und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern“, heißt es seitens der der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Die Maßnahme ist Teil des Programms „Kultur in ländlichen Räumen“, und die Finanzmittel stammen aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Erklärtes Ziel ist es, Kirchen und Klöster als Orte für Kulturangebote vor allem in ländlichen Räumen der breiten Öffentlichkeit zu erschließen, und es geht um „regionale Zugehörigkeit und gesellschaftliche Integration sowie die Verbesserung der Lebensqualität vor Ort“. Angesprochen werden mit der Fördermaßnahme private Träger von Kirchen und Klosteranlagen in ländlichen Gemeinden mit bis zu 20 000 Einwohnern.

Infos auf der Homepage

Die Förderung ermöglicht nicht nur eine Frischzellenkur für die Website der Kirchengemeinde, sondern auch die neue Visitenkarte, „um zu zeigen, was architektonisch und historisch in der Kirche zu finden ist“, freut sich Czarnecki. Die Kirchengemeinde habe den Kirchenführer vorfinanziert, bevor die Fördergelder flossen. Und die deckten auch nicht alle Kosten. „Wir haben die Chance genutzt, ein paar Projekte zu starten“, betont der Pfarrer mit Blick auf die fast schon einem Buch gleichkommenden Baustellenberichte, den Kirchenführer und die Online-Präsenz. Die Infos des Kirchenführers finden sich auch auf der neugestalteten Homepage wieder.

Pfarrer Thomas Sahayaraj Daniel, Agnes Franke und Heinz Kemker (v.l.) aus der Projektgruppe zum 500-jährigen Jubiläum des Kirchenbaus haben sich von der Funktionalität des QR-Codes in der Kirche überzeugt. Foto: Kirchengemeinde

Mit dem fast 70 Seiten starken Kirchenführer werden dem Besucher und Kunstinteressierten die Geschichte des Heiligen Magnus und der Everswinkeler Pfarrkirche wie auch der Kirchenbau selbst und seine zahlreichen bemerkenswerten Einrichtungsgegenstände und Kunstobjekte näher gebracht. Natürlich haben auch die im Zuge der Renovierung entdeckten alten Fliesen des früheren Kirchenbodens, die „Mettlacher Platten“ aus der Fertigung von Villeroy & Boch, Eingang in diese Broschüre gefunden.

Für deren Erstellung haben sich Caroline Roberg, Heinz Kemker und Bernhard Zimmermann mit weiteren Helfern eingesetzt. „Die Arbeit, die von den drei Personen geleistet wurde, war enorm“, lobt Czarnecki das Engagement. Dank der Bundesförderung liegt der Kirchenführer gratis in der Pfarrkirche aus, während in anderen Gotteshäusern durchaus „Schutzgebühren“ genommen werden. Der Pfarrer schmunzelt bei dieser Frage. „Ja, er ist gratis. Aber Spenden sind natürlich immer willkommen.“

Immer informiert mit QR-Code

Aber auch online kann man inzwischen alles Wissenswerte über Everswinkels 500 Jahre alte Pfarrkirche erfahren – wobei der Turm ja noch deutlich älter ist. Vor und in der Kirche hängen Schilder mit einem „QR-Code“, über den man eine Verbindung zur Internetseite www.magnus-kirche.de findet. Zusammen mit den Schriften zur Bau- und Kunstgeschichte bildet die neue Internet-Seite den „theoretischen Unterbau“ fürs große Jubiläum vom 18. bis 21. August.

Die Gestaltung der Internetseite hatten Carolin Wolff und ihr Team der Agentur SeeMobile übernommen, den Inhalt hatte Heinz Kemker zusammengetragen. Mit einem interaktiven Lageplan lassen sich die Kunstschätze von St. Magnus erschließen. Außerdem kann anhand eines Zeitstrahls die Zuordnung der Kunstwerke in den kunsthistorischen Epochen nachvollzogen werden. Kirchenführer und Online: Zwei Schaufenster für St. Magnus.

Startseite
ANZEIGE